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Gigapixl

Traum vom 25. Februar 2006

Blick auf eine beliebige Fotografie mit weißem Rand, deren symbolischer Gehalt sich selbst erklärt:

Ein Bild zeigt immer nur einen kleinen Ausschnitt in einer bestimmten Auflösung. Die Erkenntnis bleibt im Rahmen des Bildes, das man gerade betrachtet – er geht nicht über den Rahmen dieser Gegebenheit hinaus. Was macht uns so sicher, dass die Welt, in der wir leben, auch tatsächlich jenem Modus, jener Auflösung und Größe unseres Bildes entspricht? Es ist möglich, ja, es ist geradezu sicher, dass die eigene Betrachtungsweise mit dem wirklich Gegebenen nicht hundertprozentig übereinstimmt.

So fühle ich mich wie ein Bestandteil dieses beschränkten Weltbilds, das aus meiner eingeengten Sicht dem Rahmen aller Möglichkeiten entspricht. Ich erlebe mich in dieser Situation wie eine losgelöste Seifenblase im Nichts.

Meine kleine Welt in der Seifenblase hat sicherlich eine viel geringere Auflösung als das Weltbild an sich! Ja, das wahrhaftige Weltbild wird vermutlich gigantische Ausmaße und eine unvorstellbare hohe Auflösung haben. Das wahrhaftige Weltbild dehnt sich unendlich weit über mein kleines Weltbild haus aus. Die Diskrepanz zwischen Beidem erscheint mir mit einem Male als gigantisch. Und ich frage mich: was geschieht, wenn die Dinge – so, wie sie wahrhaftig sind – in meinen persönlichen Rahmen eindringen?

Es folgt eine Simulation in einem Raum wie in farbloser Unendlichkeit. Riesige Bruchstücke Makroaufnahmen in gigantisch hoher Auflösung – segeln um mich herum. Womöglich berühren sie irgendwann meine Umhüllung und dringen zu mir – ich erlebe die Grenze als hauchfein, so als befände ich mich – nur von einer Eihaut geschützt – im All. Ein riesiger Gesteinsbrocken zieht an mir vorbei – offenbar ein Staubkorn. Mit einem Male spüre ich eine Art unbenennbarer Bedrohung.

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