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Da Vinci Code zum Abendmahl

Traum vom 22. April 2006

Abend. Im Nebenzimmer eines Lokals eine lange Tafel. An der mir gegenüberliegenden Tischseite, und an den Tischenden sitzen einige . Wahrscheinlich gehören sie einer religiösen Gruppe an.

Wir alle studieren ein Buch – ein Buch, das es in vielen Ausgaben gibt; vielleicht ein Glaubens- oder Gesetzesbuch. Ein sehr alter Text, der immer wieder neu aufgelegt wurde und den diese Männer zu entschlüsseln suchen. Die Seiten sind aus dünnem Papier, dicht mit kleinen Buchstaben bedruckt. In der Kopfzeile stehen vier vierstellige Seitenzahlen, die nicht fortlaufend sind, sondern deutlich voneinander abweichen. Die Seitenzahlen 1061 und 1132 meine ich zu erinnern. Die Männer diskutieren angeregt und ich würde gerne wissen, worum es gerade geht und bitte um die betreffende Seitenzahl. Etwas ungehalten gibt einer von ihnen Antwort. Nur hilft mir das nicht weiter, denn wegen der unterschiedlichen Seitenzahlen finde ich den gemeinsamen Nenner nicht. Soweit ich verstehe, geht es um Verschwörungstheorien.

Ich verlasse den Ort und gehe in den Hauptraum hinüber. Links von mir – unauffällig im Halbdunkel – steht eine alte Muslimin. Ich nehme das Mulltuch, mit dem sie sich verschleierte und drapiere es bei mir – es ist okay für sie, dass ich es nehme, denn heutzutage sind die nicht mehr so streng.

Eine kleine Treppe führt wenige Stufen tiefer in eine Versenkung. Ich hüpfe die Stufen hinab und hinauf. Dabei entdecke ich einige kleine Schalter in den Holzstufen. Sie sind klein, aber da sie rot sind, bemerke ich sie dennoch. Diese Schalter wurden von den Männern der religiösen Gruppe eingebaut – vermutlich um etwas bei jenen auszulösen, die darüber gehen. Ich überlege, ob es bedenkliche Folgen haben könnte, wenn ich auf diese Schalter springe? Die Stimme eines körperlosen Beobachters macht mich auf etwas aufmerksam: In eine der Stufen wurde durch mein Hin und Her, ein weiterer roter Knopf integriert. Ich springe auf diesen drauf und… es passiert nichts! Die Stimme sagt, ich könne ruhig drauf springen, da passiere nichts. Sollte aber einer der Männer darauf treten, dann könnte das eine geradezu explosive Wirkung haben…

Einer der Männer erscheint kurz darauf und sagt mit ungeduldiger Stimme, ob ich nicht wisse, dass der dritte Weltkrieg kurz bevorstehe! Ich wundere mich… es gab zwei Weltkriege aber von einem dritten weiß ich nichts.

Ich kehre an den vorherigen Ort zurück. Der Bereich liegt im Halbdunkel und dort ist wieder die Muslimin – eine Alte, die zu den weisen Frauen gehört. Sie wirkt ernster als vorhin, und ist nun sorgfältig verschleiert. Wieder will ich ihr den Schleier spielerisch entziehen. Mit Nachdruck hält sie mich davon ab. Sagt, es sei kein Spaß mehr und sie meine es mit ihrer Verschleierung jetzt sehr ernst. Es diene nun ihrer eigenen Sicherheit. Auch ich solle mich schnellstens verschleiern, um mich ebenso in Sicherheit zu bringen.

Das Wissen um ein kommendes Ereignis fiel ihr zu: es wird bald umfassende Angriffe auf diesen Staat geben. Und nur jene, die sich – wie es hier ursprünglich üblich war – verschleiert haben, werden unauffällig genug sein, um vor den Angriffen der Staatsfeinde geschützt zu sein. An ihrer Ausstrahlung spüre ich die Dringlichkeit, ihren Rat zu befolgen. Ich spüre die nahenden Unruhen, und denke, ich sollte ihre Worte ernst nehmen.

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