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Sandtunnel

Traum vom 26. April 2006

Nun nehme ich doch den rechten Weg. Kurz hatte ich noch gezögert, der fehlende Sinn des Tuns hatte mich innehalten lassen. Ich steigen entschlossen auf mein Fahrrad und biege in den Raum nach rechts ein. Es ist ein Tunnel aus Sand – gerade so breit, dass man mit dem Rad hindurchfahren kann. Ein warmes Licht scheint darin; es wird von dem festen feuchten Sand reflektiert. Es ist griffiger Sand von fester Konsistenz. Aber der Boden ist so nass, dass sich einige Wasserlachen darin gebildet haben. Zudem ist der Boden frisch und weich, so dass ich etwas mit den Reifen einsinke. Es erfordert nun einiges an Kraft, die nötige Geschwindigkeit zu erreichen und zu halten, um für das nötige Gleichgewicht zu sorgen. Es geht leicht bergan. Etwa 100m vor mir sehe ich das Ende des Tunnels – vermutlich, denn danach geht der Weg nach rechts weiter, und ich kann es von hier noch nicht sehen. Entschlossen halte ich mich aufrecht und trete rhythmisch in die Pedalen. Es geht schneller als erwartet und ich komme oben an, verlassen den Tunnel und gelange in einen angrenzenden Raum, wo ich bereits von zwei Frauen – eine von ihnen ist meine ehemalige Chefin – erwartet werde. Sie finden es toll, dass ich nun auch angekommen bin. Meine Chefin steht vor der Schmalkante einer Wand, an der ein Kunsthandwerk-Teller hängt. Er ist schokobraun lasiert. Sie schlägt mit einem Kuchenpinsel, dessen Borsten mit ebendieser Farbe getränkt sind, immer wieder gegen den Teller. Finde ich blöd, denn so trägt sie Farbspritzer auf die Oberfläche auf. Das trocknet und dann ist die Oberfläche unruhig.

In einem weiteren Nebenzimmer – erinnert an den Hol-Ab-Markt in Worpswede – sage ich zu meiner Chefin, dass es schade ist, dass man in Worpswede nun nicht mehr einkaufen kann. Ein junger Mann sitzt unter einem Regalboden, und hat einen offenen Karton neben sich stehen. Er sagt, er habe ein paar Kleinigkeiten mitgebracht – vielleicht könne ich etwas davon brauchen. Ja, ich brauche Zahnpasta. Ein Blick in den Karton verrät mir, dass er mir eine Tube mitgebracht hat. Eine silbergraue Tube. Zwar nicht unbedingt meine Wahl, aber besser als nix. Als ich reingreife und die Tube heraushole, stelle ich fest, dass ich eine andere Tube gegriffen habe: eine mit blauem Duschgel. Die Tube fühlt sich seidenweich an, ich drücke ein bisschen. Das Design ist seidenplisseeartig – offenbar etwas Besonderes. Aber das kann ich gar nicht brauchen. Ich finde es freundlich von dem Mann, mir diesen Grundvorrat anzubieten.

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