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Frau mit Bohrloch in der Stirn

Traum vom 28. März 2006

In einem eher kleinen Zimmer mit großen Fenstern. Ein Esstisch befindet sich im Raum, und eine Anrichte. Ein Teil meiner Verwandtschaft ist anwesend. Ein Mann steht auf einer Leiter am Fenster und arbeitet. Möglich, dass er eine Jalousie anbringt. Dabei fällt mir die Frau ein, deren Kopf (etwa handgroß) auf der Anrichte liegt. Das wäre jetzt eine gute Gelegenheit sie gleich einzubauen und am Fenster anzuschrauben! Mal sehen… Ich betrachte ihr Antlitz und werde an etwas erinnert: Mitten auf der Stirn ist ein Loch. Es ist von einem harten Blutspfropfen verstopft. Damit der Kopf mit der Stirnseite mühelos an das Fenster geschraubt werden kann, sollte ich ihn vielleicht schon mal für den Handwerker vorbereiten. Ich nehme einen Metallpickel, hole den Blutspfropfen aus der Stirn und bohre das Loch gleich noch etwas tiefer. Dies dient der Vorbereitung, damit der Mann am Fenster nur noch schrauben muss. Bald halte ich inne, sollte nicht noch tiefer bohren, denn mir wird gerade klar, dass ich der Frau damit womöglich Schmerzen bereite! Das habe ich, so meine Vermutung, bereits getan. Mit unangenehmem Gefühl im Bauch lege ich den Kopf schnell wieder auf die Anrichte zurück. Naja, sie ist natürlich kein vollwertiges Familienmitglied, aber dennoch sollten wir sie gut behandeln! Unangenehm ist, dass sie jeden unserer Gedanken „hören“ kann – ihr somit nichts verborgen bleibt. Ich zeige mich äußerlich harmlos, rede mit den Verwandten darüber, die Frau am Fenster zu befestigen. Andererseits überlege ich, dass die Frau vermutlich kaum Lust dazu hat, für immer an einem Punkt fixiert zu sein. Zumal durch das Anschrauben an der Stirn ihr Blickfeld auch ziemlich eingeschränkt werden dürfte. Zwar kann sie rausschauen, aber sie hat da immer diesen Balken vor Augen… Also, es ist wohl doch nicht so eine gute Idee. Die Vorstellung, sie nun achtlos und unnütz dort liegen zu lassen, ist allerdings auch unangenehm. Denn mir ist klar, dass die Frau selbst nichts tun kann und auf unser Handeln angewiesen ist. Welch eine unangenehme Situation!

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