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Lust in Stretchlimousine

Traum vom 18. September 2009

Ein kanadisches Paar sitzt bereits seit einiger Zeit im Gastraum einer einfachen Holzhütte. Die Türen nach draußen sind weit offen – feuchte Kühle und saftiges Grün unter Hochnebel. Ich laufe zwischen den ansonsten unbesetzten Tischen umher, so als sei ich eine Bedienstete. Der Mann und die Frau überlegen schon länger… Einige Wortfetzen bekam ich mit. Ich fühlte mich nicht aufgefordert, etwas zu sagen. Fühlte mich für deren weiteres Vorgehen nicht verantwortlich.

Aber so geht es nicht weiter! Es ist wie ein Film, der immer nur diese eine Szene wiederholt, weil der weitere Film nicht gedreht oder einfach nicht eingefordert wird. Hmm. Langweilig. Mit einem Male habe ich das eindringliche Gefühl, meiner Pflicht nicht nachgekommen zu sein. Schließlich ist es an der Zeit, nichts spricht dagegen.

In unerbittlichem Kommandoton brülle ich dem Mann am Tisch zu: „Bitte sehr, gehen Sie!!“

Er steht auf, die Stuhlbeine scharren über die Holzdielen, und macht sich auf den Weg. Über die Türschwelle tritt er hinaus in die grasbewachsene Hügellandschaft.

Szenenwechsel. Eine Stretchlimousine in gebrochenem Weiß. Darin sitzt eine Frau aus der Upper class. Mittellange braune, geplättete Haare; Mittelscheitel, volle Lippen, Kajalaugen, elegant und etwas derangiert. Sie sitzt in Fahrtrichtung. Am Boden vor sich der Pedalenbereich eines Ergometers. Eine Weile tritt sie vor, dann zurück, wieder vor… Umtriebig wäre sie wohl, wenn sie nicht in diesem Auto säße.

Stimmen aus dem Untergrund; aus dem Bereich unter dem Fahrzeug. Dort in der Erde sitzt ihr Mann in Begleitung seiner unternehmungslustigen Freunde. Der Mann erklärt, warum die Frau in die Pedalen tritt. Er hat es ihr extra ins Fahrzeug gestellt, damit sie die überschüssige Energie und die Spannungen abbauen kann. Der vorwärts führende Antrieb geht nämlich von ihm, vom Fahrzeugführer, aus.

Schwenk zurück zur Frau in der Limousine. Sie hat den Platz gewechselt, sitzt entgegen der Fahrrichtung. Sie gibt alles, um weiterhin in die Pedalen zu treten, aber sie wird, gegen ihren Willen, zu anderem getrieben. Ihr Kopf wirft sich aufstöhnend in den Nacken, ihre Augen sind geschlossen, ihre Finger öffnen mit fahrigen Bewegungen die Bluse und gleiten hinein, ihre Beine spreizen sich, ohne dass sie es verhindern könnte. Weit. Ihre Finger verschwinden kurz im nassen Fleisch, ehe sie die Hand zurückziehen kann. Nur für Sekunden, da ist ihr Körper stärker und die Hand wieder im Schritt. Die Lust ist stark und spielt mit ihr.

Es ist deutlich spürbar, wie verzweifelt die Frau darum kämpft, ihr Tun wieder unter Kontrolle zu bekommen.

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