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XXL-Behaarung zur Bloglesung

Traum vom 16. September 2009

Ich sitze auf dem Deckel der tintenblauen Toilette – Trennwände, Kloschüssel, Toilettendeckel… alles in diesem Blau. Gemütlich ein Bein über das andere geschlagen – Minirock, nackte Beine – genieße ich den Abstand zum Geschehen. Betrachte die Schmierereien an der Toilettentrennwand, werfe einen eher abwesenden Blick auf meine Fingernägel, wippe gedankenverloren mit dem Fuß. Die Bloglesung ist in vollem Gange, ich höre die gut gelaunten Stimmen der Akteure, die zufriedenen Reaktionen des Publikums, dann Musik, wummernde Bässe. Eine ausgelassene gute Stimmung erfüllt die Bar. Ich weiß, dass einige sympathische Blogger von Twoday dort sind, ohne dass ich bestimmte Personen im Kopf hätte. Außer einem Namen: Peach!

Peach ist auch dort. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie heute ihre Beine rasiert hat. Bei diesem Gedanken wandert mein Blick zufällig an meinen nackten Armen entlang, die ganz entspannt am übergeschlagenen Bein lehnen. Golden schimmern die Armhaare vor dem Hintergrund des dunklen Blau der Toilettenwand; sicherlich 0,7 mm lange Stoppeln. Oh nee, wie blöd!! Hab total vergessen, die Arme zu rasieren… Ach naja, so schlimm ist das ja nicht. Dieser kaum sichtbare Flaum ist sicherlich nur vor dem Blau so auffällig, Wird schon keiner drauf achten.. Mein Blick gleitet also ganz ruhig weiter, über das Knie, die Wade entlang, dann der Fuß in den eleganten Pumps. Ich spüre sehr eindrücklich, wie meine Kinnlade herabfällt… auf dem Spann meines linken Fußes wachsen Haare. Rotblonde Haare! Sie wallen wie eine flauschige Mähne empor, das Aufflammen meiner animalischen Natur! Oh mein Gott! Die Haare ähneln einem Feuer, in dem sich das Antlitz eines Löwen erkennen lässt. Ganz selbstverständlich drängt es zum Ausdruck, da kann man nichts machen. Dank meiner Vergesslichkeit konnte das ja auch völlig ungehindert geschehen.

Ooo je… Rasierzeug habe ich nicht dabei. Wenn das meine Blognachbarn sehen… Kaum vorstellbar, dass es niemand bemerkt. Ob sich jemand traut, mich darauf anzusprechen? Ein verschmitztes Schmunzeln breitet sich lösend in meinem Gesicht aus. Wenn ich das ganz selbstverständlich akzeptiere – meine Behaarung, als auch meine grandiose Vergesslichkeit – wenn ich voller Gleichmut bin, dann… ich glaube, dann wird sich niemand darüber lustig machen. Die Frage ist allerdings: Habe ich die innere Stärke, dies zu wagen?

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