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Die Gedanken sind frei

Traum vom 29. September 2009

Ein schöner Tag Ende September.
Mehr am Rande eines ruhig daliegenden Waldgebiets ein Zusammensein mit den Herren Books, Schein und Schneck, Während Schein und Schneck hinter meinem Rücken stehen, trabt Books gerade erst an. Rechts von ihm, aus meiner Sicht, registriere ich das Vorhandensein zweiter einfacher Treppen, die hinab in den Waldgrund führen – sie scheinen ohne Bedeutung zu sein, ich schenke ihnen keine Aufmerksamkeit. Der Weg ist mit Laub bedeckt. Sonnenstrahlen durchdringen das grüne Blätterdach.

Herr Books wirkt etwas… ich weiß nicht. Sein Gesichtsausdruck ist mehr als ernst, ein wenig wie in neuem Leid erstarrt, seine Augen unter den etwas gerunzelten Brauen rund aufgerissen. Er wirkt so, als habe er an diesem Tage etwas so Schlimmes gesehen, das ihn unsäglich betroffen macht und ihn vergessen lässt, dass sein Gesicht davon gezeichnet sein könnte. Er trägt einen leicht schimmernden dunkelgrauen Anzug mit kontrastarmem, also dezent wirkendem Karomuster. Mir ist gleich klar, was dieser Anzug symbolisiert: er kommt in seiner Funktion als Kommunikationsberater.

Er trägt beim Lauf einen Fahrradhelm. Dieser Fahrradhelm liegt allerdings nicht direkt auf seinem Kopf, sondern dieser folgt ihm in gleichbleibendem Abstand von etwa zwanzig oder dreißig Zentimetern. Ein großer Fahrradhelm, wie eine geöffnete Muschel. Ja, wie eine Konzertmuschel. Die Kalotte dient der schützenden Abschirmung seines Schädels.

Jee jee! Was läuft er denn mit Fahrradhelm? Ich rufe ihm vergnügt zu: „Lassen sie ihre Gedanken frei!“

Vor lauter Betroffenheit scheint er für meine Worte völlig taub. Keine Reaktion. Schein und Schneck spüre ich im Rücken, sie beobachten wohlwollend amüsiert diese Situation. Diese Szene, wie Herr Books laufend auf uns zustrebt, wiederholt sich weitere zwei Mal. Jedes Mal trägt er allerdings einen anderen Anzug, der dann wieder auf seine gegenwärtige Funktion hinweist. Genau kann ich dies nicht erinnern, nur so viel: Es handelt sich um Funktionen aus der Welt des Coaching.

Ich kann nicht glauben, dass er nicht von diesem so großen Fahrradhelm lassen kann. Fast könnte man meinen, er bemerke ihn gar nicht. Ich rufe ihm ermunternd zu: „Die Gedanken sind frei!“

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