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Bissige Boxer-Bulldogge

Traum vom 12. September 2009

Ein Empfang in einem leer geräumten Zimmer. Rechts von mir stehen zwei Männer und unterhalten sich. Vielleicht stecke ich in einem Kinderkörper, oder ich hocke am Boden, denn die Handgelenke der Männer befinden sich in Augenhöhe. Einer der beiden Männer – Kurt B. – trägt einen sportlichen Anzug. So macht es ihm auch nichts aus, als ihn seine beiden Hunde in den Arm beißen, da die Stofflagen ihn schützen. Er hat zwei Hunde: beide könnten eine Mischung aus Boxer und Bulldogge sein. Die Zähne des einen Hundes haben eine relativ breite Schneidezahnfläche – seine Bisse sind harmlos. Doch der zweite Hund, der mit dem bulligeren Körper, hat sehr scharfe, spitze Zähne, die sich tief eingraben können.

Ich halte eine große Trockenblume in der Hand. Ein langer fester Stängel mit einem Kolben aus getrockneten, fest ineinander geröselten Blütenblättern. Diesen Blütenkolben halte ich dem spitzbissigen Hund vor die Schnauze, um ihn von mir abzulenken. Er versucht mehrfach seine Zähne in den Blütenkolben zu graben, jedoch scheint das nicht so einfach zu sein. Jeden seiner mißlungenen Versuche kommentiert er mit einem Knurren, das wie ein ungeduldiges „NA!“ klingt. Dann will er mich beißen. Ich rege mich auf, versuche Kurt B. darauf aufmerksam zu machen, der dies jedoch ignoriert. Klar, dass er kein Verständnis dafür hat, da er es nie zu spüren bekam. Ich aber trage nur einen locker gestrickten Umhang, der zudem noch mottenlöchrig ist und keinerlei Schutz bietet. Gelingt es dem Hund, mich zu beißen, so zieht das unweigerlich Verletzungen nach sich.

Noch ein Versuch: „Rufen Sie doch bitte ihren Hund zurück!“

Er macht es nicht, ich ziehe mich in die Tiefe des Raumes zurück, hocke am Boden, Mike links neben mir. Nach nur wenigen Minuten erscheint Kurt mit einem kleinen Silbertablett und serviert mir: Vanilleeis, Kaffee, Cola. Er reicht mir das Tablett derart ungestüm, dass alle Gläser kippen und wanken. Wenn ich nicht will, dass sich die Inhalte auf meine Kleider verschütten, muss ich ihm das Tablett abnehmen, obwohl ich doch gar nichts von dem will, was er gebracht hat! Ich will kein Eis! Ich will keinen Kaffee! Aber okay, ein Cola kann ich trinken.

Ehe Kurt verschwinden kann, mache ich ihn noch einmal auf seinen bissigen Hund aufmerksam und bitte darum, ihn besser zu beaufsichtigen. Günstiger Moment, da er mir gegenüber steht, und mich nun – im Gegensatz zu vorhin – sehen kann. Erst jetzt begreift Kurt, um was es die ganze Zeit geht.

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