Home » Traumtagebuch » Der Himmel auf Erden

Der Himmel auf Erden

Traumbild Himmelerde

Traum vom 28. März 2010

Frühjahrsarbeiten in unserem Garten. Mike, Moina, eine uns beratende Person und ich stehen beisammen; überlegen, planen, tauschen uns darüber aus, welche Arbeiten wann als nächstes gemacht werden sollen. Das ist interessant und so bleibt mein Blick eher beiläufig drüben beim Nachbargrundstück hängen, wo sich ein Gartenfachmann des Apfelbaumes annimmt. Da ich gedanklich mehr beim Gespräch bin, dauert es eine Weile, bis es in mein Bewusstsein dringt… Ich traue meinen Augen nicht – stimmt das, was ich da sehe? Hat der Gärtner beim Nachbarn etwa die Erde aus jenem Beet gehoben, das Mike erst kürzlich umgegraben und erweitert hat? Oder ist das ein Bereich, der zum Nachbargrundstück gehört? Es ist nicht genau erkennen, weil hier keine sichtbaren Grenzen gezogen werden; auch die Perspektive mag täuschen. Der Gärtner hat des Nachbarn Apfelbaum inzwischen rundum freigelegt. Ich sehe die Baumwurzel in dem großzügig geschaffenen, unterirdischen Himmelraum schweben – ohne mich jedoch darüber zu wundern, dass der Baum nicht den Halt verliert. Vermutlich will sich der Gärtner davon überzeugen, dass die Wurzeln in Ordnung sind, dass dort keine Schädlinge im Untergrund nagen und dass kein Krankheitsbefall vorliegt. Gleichzeitig soll für eine Durchlüftung gesorgt werden. Das Wurzelwerk ist gleichmäßig gewachsen, gesund und kräftig. Na, das sieht doch sehr gut aus.

Ja, aber hat er das tief ausgegrabene Gebiet wirklich bis zu unserem neuen Beet ausgedehnt? Es lässt mir keine Ruhe und ich gehe näher ran. Tatsächlich, der Gärtner hat sämtliche Erde fortgeschaufelt. Darunter ist das Himmelreich zu sehen. Ich rufe Mike zu: „Na, die Arbeit mit dem Umgraben hättest du dir sparen können. Der Gärtner hat die ganze Erde rausgehoben!“

Ein noch näherer Blick gibt noch etwas zu erkennen, was ich bisher nicht wusste. Direkt unter der Erdoberfläche unseres neuen Beetes sind zwei große rechteckige Plastikwannen angebracht – sie dienen als Auffangbehälter für die Abfallprodukte, die während des Wachstums entstehen. Die Wannen hängen auch einfach so in der Himmelluft. Nah beieinander. Sehr nah, denn zwei Seiten haben sich miteinander verkantet – die beiden Wannen geben sich genau dadurch gegenseitigen Halt! Beeindruckend. Sie wippen leise, wohl durch leichte Vibrationen der Erde ausgelöst. Aber eben die Tatsache, dass sie so leicht und locker wippen, verrät uns, dass die Wannen leer sind. Hey, das ist ja super! Normalerweise hat man diesen Einblick ja nicht und muss diese Abfallwannen erst einmal freischaufeln, um zu sehen, ob sie geleert werden müssen oder nicht. Ja, so hat doch alles sein Gutes.