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Helmut von Twoday

Traum vom 28. März 2009

Mike und ich reisen mit der Regionalbahn über Land. Er sitzt am Fenster, ich neben ihm am Gang. Uns gegenüber sitzt ein Mann in freundlich brauner Geschäftskleidung. Tiefgegerbte Mimikfalten furchen seine festfleischige Haut. Seine Lippen sind straff und prall, die Augen von strahlendem Blau. Die Brille hat eine zurückhaltend elegante Fassung. Ich nenne ihn für mich Helmut, da er einem Mann aus Melsungen ähnelt. Helmut also…, ich weiß, dass er ein Blogger bei Twoday.net ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nicht weiß, dass ich ebenfalls bei Twoday blogge. Das ist auch gut, denn ich habe nicht vor, mich zu outen, da ich jetzt in aller Ruhe schreiben will. Deshalb flüstere ich Mike sehr leise zu – so dass Helmut es nicht hören kann – dass ich einen Blogbeitrag verfassen werde. Während ich mein Vorhaben ankündige, legt Mike einige seiner Reiseutensilien auf die Fensterablage. Da poltert Helmut los: „Twoday?! Höre ich Twoday??! Dann wissen Sie ja wohl, dass es soo einfach nicht ist!!“ Damit meint er Mike, der sich in Helmuts Augen zu viel Raum nimmt; den Raum, den Helmut zum Bloggen braucht.

Wir gehen einen Raum weiter. Es ist so, als grenze dieser Schreibraum in einem Gebäude direkt an den Waggon an. Hier sitzt Sanja am Schreibtisch und verfasst gerade einen Reise-Newsletter. Einige Schritte weiter ein zweiter Schreibtisch, an dem ich Platz nehme. Sowohl Sanja als auch ich habe einige Papiere auf unserem Schreibtisch ausgebreitet. Sanja hat auch gerade ein Blatt Papier in die Schreibmaschine gespannt. Da kommt Mike auf die Idee, hier mal ordentlich frische Luft reinzulassen. Er öffnet die Tür zum Waggon und die Fenster im Schreibzimmer. Durchzug. Die Papiere auf den Schreibtischen wirbeln durcheinander und ich rufe streng: „So geht es nicht!!“ Mike aber glaubt mir nicht, dass dies ein Problem darstellt. Doch da ruft auch Sanja: „So geht es nicht!!“ Mit erwartungsvollem Blick schaue ich zu Mike. Nun müsste er es doch einsehen, oder nicht?