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Liebeserklärung und Autowrack

Traum:
Ort einer Veranstaltung – Anlass ist unbekannt – ist ein freistehender Raum ohne Fenster. Zu einer Seite ist der Raum von einer etwa 1m hohen Trennmauer begrenzt. Durch den offenen Bereich fällt Tageslicht ein. Hier stehen einige Tische – drumherum die Gäste: Landfrauen, Kommunalpolitikerinnen und Eltern aus der Kita.

Diesem offenen Bereich liegt eine weitere Trennmauer gegenüber, die einen schmalen Streifen Raum abtrennt. Dahinter hocken drei Männer; einer von ihnen werkelt an der Wand – vermutlich ein Techniker, der für die Musik verantwortlich ist.

Im großen Bereich liegt eine graue Decke auf dem Boden ausgebreitet; dies ist die Tanzfläche. Naturfrau Barbara beginnt hier zu tanzen. Sentimentale Musik erklingt. Sie streckt mir die Arme entgegen, sagt mit Tränen in den Augen: „Komm.“ Ich gehe langsam näher, sie legt ihre Hände auf meine Schultern, ich tue es ihr gleich. Während wir uns langsam im Tanz wiegen, singt sie mit bewegter Stimme mit, schaut mir tief in die Augen, singt: „Ich liebe dich.“ Okay, das ist der Liedtext, aber sie schaut mir dabei unablässig in die Augen, ist dem Weinen ziemlich nahe. Sollte das vielleicht…? Sie singt weiter, eine Liebeserklärung an Moina und mich. Ich kann es kaum glauben, doch kommen mir nun einige Situationen in den Sinn, die unter diesem Aspekt erst verständlich werden. Mit einem gemurmelten, flehenden „Bitte!“ zieht sich mich an sich. Vorsichtig lege ich meine Arme um sie, lasse mich auf diese Begegnung ein und finde Gefallen an der Nähe. Unsere Wangen liegen aneinander und ich spüre heiße Tränen.

Irgendwann ist der Tanz zu Ende, wir verlassen die Tanzfläche und bleiben bei den übrigen Gästen nahe den Tischen stehen. Barbara schaut mich inzwischen verzweifelt an und fragt: „Was wollen wir tun? Wie sollen wir vorgehen?“
Mir ist nicht ganz klar, um welches Problem es geht. Habe ich etwas nicht mitbekommen? Nach ihrer berührenden Liebeserklärung möchte ich sie allerdings nicht enttäuschen und wage es nicht, zu fragen, was das Problem ist – sicherlich setzt sie voraus, dass ich davon weiß. So versuche ich, geschickt antwortend, mehr zu erfahren und mich auf sie einzuschwingen. Stelle ein paar Fragen und lausche aufmerksam ihren Antworten. Wieder fragt sie nach meiner Meinung und ich antworte unsicher: „Vielleicht ist dies ein Jahr, in dem wir nicht viel tun können? Vielleicht kein Jahr um große Sprünge zu machen und etwas zu erreichen??“
Barbara ist mit meiner Antwort gar nicht zufrieden, schon gar nicht einverstanden. Ich glaube, sie erwartet von mir, dass ich gemeinsam mit ihr die Initiative ergreife. Doch welche? Wohin sollte diese zielen? Wie?

Barbara tritt an die Trennmauer, die ins Freie führte, wenn es eine Tür oder einen Durchgang gäbe – gibt es aber nicht. Hier ist doch eindeutig zu sehen: es gibt keinen Ausweg! Barbara sagt entschlossen: „Ich mache mich auf den Weg“, steigt auf die Mauer und springt darüber hinweg auf den Weg draußen. Mir ist nicht klar, was sie vorhat, doch ich folge ihrem Beispiel, klettere auf die Mauer und lande mit einem großen Sprung bei ihr. Obwohl ich nun festen Boden unter den Füßen spüre, habe ich das Gefühl, in der Luft zu hängen, denn ich weiß nicht: wie geht es weiter, wo geht es weiter, was ist als nächstes zu tun.

Szenenwechsel: Gemeinsam mit zwei oder drei Männern trete ich hinaus in einen kleinen Hinterhof. Hier ist einiges abgestellt, dazwischen wächst hohes Gras. Hier parkt auch Mikes und mein Auto. Mich durchfährt ein gewaltiger Schreck, als ich den Zustand unseres Autos erkenne: In der Nacht müssen hier Vandalen geherrscht haben! Das ganze Innenleben wurde brutal herausgerissen. Sogar die Beifahrertür wurde aus den Angeln gerissen und an der verkehrten Seite wieder angebracht. Unser Auto ist nur noch ein Wrack!! – Oder?? Ich schaue noch einmal, in aller Ruhe, traue meinen Augen nicht so recht… Die Beifahrertür lässt sich noch schließen, hat halt den Anschlag nun an der anderen Seite. Auch das Innen lässt sich noch wieder richten. Der erste Eindruck war schlimmer, als es bei längerer Betrachtung ausschaut.

Erleichtert setze ich meinen Weg fort; in Begleitung der beiden Männer. Es sind übrigens schlanke Männer mit dunklen, leicht welligen Haaren; um die Vierzig, WG-Typen. Als wir einen weiteren Hinterhof betreten – dieser ist weiträumiger und offener als der erste – kommt von hinten ein weiterer Kumpel angefahren, fährt im Schritttempo an uns vorbei: ein weißer Opel Kadett mit schwarzem Dach. Der Mann neben mir läuft zur Fahrerseite, um von dort aus auf die Rückbank zu steigen. Ich blicke zur Beifahrerseite. Die Tür fehlt. Zaghaft frage ich den Fahrer: „Darf ich vorne sitzen?“ Eigentlich wäre mein Platz auf dem Rücksitz, aber… „Na klar!“ kommt seine vergnügte Antwort. Alles klar – supi!

Die liebende Hündin

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