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Unfollowmonday

Traum:
Mit Moina an der Hand betrete ich die Arztpraxis, um die Ärztin zu konsultieren. Der Tresen der Anmeldung liegt im Dunkel. Niemand da. Oje, da ist wohl niemand hier.

Ich sitze im Bus, in der zweiten oder dritten Sitzreihe von vorne, auf der rechten Seite. Fast alle Plätze im Bus sind besetzt – alles Follower von Twitter. Ich schaue mich um. Na, so eine Überraschung: Hinter mir sitzt Hans I. Da sich meine Follower heute von mir verabschieden wollen, finde ich leider keine Zeit, Hans zu begrüßen. Das bedauere ich sehr. Die Frau – die meint, es solle sich retten, wer kann – sitzt am Boden, gemütlich; wir plaudern. Weitere Begegnungen, die sich meiner Erinnerung entziehen. Mit einem farbgetränkten Stift male ich große blutrote Lettern an die Fensterscheibe. Buchstaben, die keinen erkennbaren Namen ergeben. Das Lesen dieser Buchstaben dadurch erschwert, dass ein Kind von der Außenseite ebensolche roten Buchstaben an die Scheibe malt. Dennoch zeichne ich sorgsam zwei Stellen am letzten Buchstaben nach… wobei mein Blick wieder auf Hans fällt, den ich gerne noch begrüßen möchte. Er schaut mir gelassen zu.

Später suche ich erneut die Praxis meiner Ärztin auf. Dieses Mal habe ich mehr Glück. Sie ist da. Zwar sind keine offiziellen Sprechstunden, aber wir können den Notfalldienst – so etwas dieser Art wird es wohl sein – in Anspruch nehmen. Während ich mit Moina ins Sprechzimmer gehe, höre ich im Nebenzimmer das leise Scharren eines Hundes… Ah ja, ich erinnere mich, beim letzten Mal diesen kleinen Hund, ein grauer Schnauzer, gesehen zu haben. Die Tür zum Nebenzimmer geht auf… Uih, heute gibt es diesen Hund sogar in doppelter Ausführung?! Beide wirken gut ausgelastet und entspannt.

Im Sprechzimmer bereitet sich die Ärztin noch auf die Untersuchung vor, während ich schon berichten soll, was uns zu ihr führt. Ich erkläre, dass Moina übel ist. „Naja, sie wissen ja, wie das bei Kindern ist…“ versuche ich die Sache aus unerfindlichen Gründen zu bagatellisieren. Die Ärztin schweigt mich an, was ich als strafend erlebe. Sie greift einen blutroten Lippenstift, malt sich die Lippen an, dann – mit provokantem Blick – malt sie ihre Nase rot, die Augenlider, … Hm? Das verstehe ich nicht!

[...] Ich laufe über einige Gleise hinweg, um am gegenüberliegenden Bahnsteig den Fahrplan zu studieren. Wann wohl der nächste Zug nach Worpswede abfährt? Es ist etwas ungewiss, ob die Zeiten dort aufgeführt sind, ob überhaupt eine Bahn in die Richtung fährt.

Notiz:
Qualitätsoffensive Unfollowmonday

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