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Licht-Dunkel-Bilder in der Nische

Traum in früher Nacht:
Ich sitze geduckt in einer dunklen Nische, wie unter einer breiten Fensterbank. Ich mache mich klein, wohl aus Furcht. Seit Beginn der Mittagspause um 15 Uhr hat die Frau – die Frau, die dort gegenüber in diesem Raum an und für sich wirkt – kein Lebenszeichen/Tweet abgesetzt. Ich warte darauf, dass dies wieder geschieht. Doch es geschieht nicht, was ich mehr und mehr als unangenehm empfinde. Ich könnte hervor treten, mich aufrichten, mich zeigen, aber ich fürchte dies. Lieber noch ein wenig abwarten; vielleicht lässt sie bald von sich hören.

Ich schließe die Augen, um mich ein wenig auszuruhen und zu entspannen. Das ist angenehm. Sonderbar… obwohl ich die Augen geschlossen habe, sehe ich eine Abfolge wechselnder Bilder. Sie ähneln Scherenschnitten, die wie Dias durchleuchtet sind – Licht-Dunkel-Bilder. Der Kontrast ist durch das Licht sehr scharf, die Umrisse und kleinste Details sind deutlich zu erkennen. Zum wiederholten Male staune ich über die präzise Linse, die mir diesen klaren Blick schenkt, wie ich ihn nie zuvor erfahren hatte. Doch halt… Vielleicht sind diese Licht-Dunkel-Bilder nur ein Phänomen, das dadurch entsteht, dass meine Augenlider nicht ganz geschlossen sind und Streifen von Licht durchlassen? Ich überprüfe dies… Nein, meine Augen sind geschlossen, und doch kann ich sehen. Wieder erlebe ich dies als so etwas Besonderes, dass ich diesen Moment am liebsten ganz lang ausgedehnt sähe. Im Gegensatz zum letzten Mal macht es mir aber nichts aus, von diesem Begehren loszulassen. Die Bilder sind immer wieder neu; zeigen zwischenmenschliche Szenen mit zwei oder drei Figuren – es geht um Kommunikation. Da höre ich Herrn Books Stimme mitteilen: „Ihre Träume sind ungewöhnlich klar.“ Oh. Dies zu hören, bereitet mir eine ganz feierliche Freude und ich schaue noch ein wenig den Bildern nach.

Dann erinnere ich den unangenehmen Zustand wegen der Frau dort drüben. Immer noch kein Lebenszeichen von ihr. Inzwischen sind etwa drei Stunden vergangen. Ich fühle mich verpflichtet, zu ihr zu gehen, nach dem Rechten zu sehen. Es kostet so unendlich viel Überwindung aus der Nische heraus und in Erscheinung zu treten. Ja, ich fürchte, der Täter – womöglich ermordete er die Frau – lauert im Verborgenen. Sobald ich versuche, ihm auf die Schliche zu kommen, könnte er mir den Garaus machen. Ich fühle zunehmenden Druck, denn ich muss bald handeln – irgendwie!

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