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Atomkraft? Nein Danke!

Traum:
Unten an der Haustür klingelt es. Gleich darauf öffnet sich die Tür. Jemand kommt die Treppe herauf. Ich trete zur Tür des Kindheitszimmers, um nachzusehen, wer es ist, und bleibe auf der Schwelle stehen. Es ist ein Mann mit hellgrauen ziemlich kurzen Haaren, die glatt am Kopf anliegen und weit in die Stirn reichen; von den leichten Geheimratsecken abgesehen. Ich schätze ihn auf Mitte bis Ende Fünfzig. Eine gepflegte Erscheinung; groß, schlank, aufrecht. Er trägt einen knielangen Mantel aus feinem dunkelblauen Wolltuch; am Revers steckt ein gelber Button: Atomkraft? Nein Danke! Locker um seinen Hals geschlungen ein hell- und dunkelgrauer Winterschal. Am oberen Treppenabsatz angekommen bleibt er stehen und spricht aus, was er gesehen und was in neugierig gemacht hat: „Ich habe gesehen, dass sie (und ihr Mann) ihre Tochter zum Spielen hinausgeschickt haben, damit sie in Ruhe Sex haben können?!“

Während ich auf den Flur trete, nach rechts in Richtung Küche gehe und mich darüber freue, mal darüber sprechen zu können, antworte ich: „Ja, das ist richtig! Ich finde, es ist völlig in Ordnung, wenn man das mit seinen Kindern kommuniziert.“ Dann ist alles klar und das Kind fühlt sich nicht abgewiesen oder ausgeschlossen. Inzwischen habe ich die Küchentür erreicht und lege den hell-und dunkelgrauen Winterschal, den ich gedankenverloren in meinen Händen halte, auf unsere Winterjacken, die ich am Eck des Treppengeländers abgelegt hatte. Die Jacken liegen derart, dass der größte Teil der Jackenflächen über dem Treppenhaus ausgebreitet ist. Als nun das Gewicht des Schals noch dazu kommt, sackt es in sich zusammen, rutscht vom Geländer und fällt nach unten ins Erdgeschoss.

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