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Hardtop und Amygdala

Traum:
Souverän verrichte ich meine Arbeit bei einer Autovermietung. Im Augenblick erkläre ich zwei Akademikerinnen die Funktionen des Mercedes-Benz SLK230. Ein schickes schwarzes Coupé-Cabriolet. Vor allem das Ein- und Ausfahren des Hardtops braucht besondere Einweisung. Ich stehe also hinter dem Auto und betätige den breiten Schalter an der Kofferraumklappe, um es zu demonstrieren. Als sich das Dach langsam über die beiden Frauen im Auto senkt, weichen diese mit ihren Köpfen aus, um den Prozess der Entfaltung nicht zu behindern. Schnell eile ich an die Beifahrerseite und weise darauf hin, dass sie ihre Köpfe ganz natürlich halten sollen, denn das Dach passt sich dem Kopf an. Einfach mal ausprobieren! Das Dach besteht aus zwei Teilen: einmal das Hardtop selbst, und zweitens, an der Innenseite, aus einer dunkelrot-fleischfarbenen Verkleidung aus allerfeinstem Schlangenleder. Ein so feines Leder, dass selbst mehrere Faltungen nur eine ganz dünne Lage ergeben. Dieses Schlangenleder schmiegt sich den jeweiligen Köpfen an. Nun, da die beiden Damen ruhig abwarten, fügt sich alles ganz wunderbar. Ja, so ist es gut!

Die Fahrt geht los. Ich fahre mit; aus Platzmangel als winziger Bewusstseinspunkt. Um das Autohaus zu verlassen, müssen wir zwei oder drei Räume und die Werkstatt durchfahren. An einer Türdurchfahrt wird es ziemlich eng, als wir nach rechts abbiegen, und dort eine große alte Blechtonne an der Ecke steht. Das wäre ärgerlich, wenn wir diese jetzt schrammten. Passiert aber nicht.

Die beiden Akademikerinnen starten ein zweites Mal mit dem Cabrio. Ich gebe ihnen noch ein paar Hinweise mit auf den Weg und freue mich, mein Wissen weitergeben zu können. Ganz leicht und beschwingt fühle ich mich dabei. Während ich noch damit beschäftigt bin, taucht vor meinen Augen das Bild eines Pfirsichs auf. Er ist fast zur Hälfte gegessen, reif und safttriefend. Die grobporige hölzerne Steinbedeckung des innewohnenden Mandelkerns fällt besonders ins Auge, so als wolle mir dies etwas sagen.

Notiz:
Aha, das Thema ‘Dachschaden‘ findet hier also eine Fortsetzung.

Weitere Puzzleteile:
Die ausgebrannte Sanduhr (11.03.2009)
Rehbirnen (10.03.2009)
Heilung des dritten Auges (07.03.2009)
Wieder Saudi-Arabien (02.03.2009)
Hirnviertel (25.02.2009)

Bildquelle: stock.xchngCarlos Alvarez

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2 Antworten zu Hardtop und Amygdala

  1. ‘aus Platzmangel als winziger Bewusstseinspunkt.’ – klasse Stelle! :-)

  2. REPLY:
    :-)
    Oft vergesse ich Nebensächliches(?) dieser Art zu erwähnen – das wurde mir gerade durch Ihren Kommentar bewusst.