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Dachschaden

Traum:
Bio-Reich. Vielleicht etwas vorzeitig versorge ich die Ankömmlinge mit den Tütchen, die das Arbeitsmaterial beinhalten. Erwachsene und auch Kinder erhalten von mir Schreibzeug, einen Bericht und einen Bewertungsbogen, auf dem sie die gegenwärtige Situation bewerten sollen. Schließlich möchte das Unternehmen etwas über die Zufriedenheit ihrer näheren Umgebung erfahren.

Ein paar kritische Stimmen werden laut, halten es für unangemessen, dass ich auch Kindern die Unterlagen aushändige. Ich finde es richtig, denn die Sichtweise von Kindern ist doch sehr interessant.

Einige Erwachsene sitzen an einem eigens hingestellten Tisch und leeren ihre Tütchen … Es fehlen die Bewertungsbogen! Ich will schnell los, um sie zu besorgen, da kommt Moina. Ihre paprikarot gefärbte Schnute kündet davon, dass sie reichlich von der Nuss-Paprika-Paste genascht hat. „Wie viel hast Du genascht? Zwei Gläschen? Drei Gläschen??“ Ich bin sauer, nehme sie mit unfreundlicher Miene an die Hand, um das zu kontrollieren. Die Blicke der Erwachsenen am Tisch treffen mich maßregelnd. Naja … Ich beruhige mich und ziehe mit meinem kleinen Schleckermäulchen an der Hand los.

Im nächsten Zimmer bemerke ich ganz unerwartet einen sehr einladend wirkenden Schreibtisch. Er liegt in einer gemütlichen Nische und eine eingeschaltete Schreibtischlampe sorgt für behagliches Licht. Da fällt mir ein … Am besten, ich notiere meine Träume hier an Ort und Stelle. Das ist doch ein sehr schöner Platz dafür. Prima, die Träume sind jetzt ja auch noch gut in Erinnerung; ich habe jedes Detail vor Augen. Ich setze mich, beginne mit den Notizen.

Mir wird dann irgendwie klar, dass ich aufwachen muss.

So mache ich mich auf den Rückweg und gelange dabei in einen Übergangsbereich in einem alten Bauernhaus, wo ich vor langer Zeit schon einmal im Traum war. Damals war das Dach irgendwie undicht oder es gab äußere Einwirkungen, die Sorge erregten. Innehaltend überlege ich. Ein dicker, weicher Regentropfen landet genau auf meinem Scheitelpunkt. Es ist ein angenehmes Gefühl, wie er langsam zwischen die Haare rinnt und sich auf der Kopfhaut verteilt. Ah ja, da ist immer noch dieser kleine Dachschaden von früher. Ich sollte dafür sorgen, dass es mal in Ordnung gebracht wird. Während ich noch einmal die Papiere abchecke – ob ich auch wirklich die Auswertungen mitgenommen habe – ploppt ein weiterer Tropfen mitten auf meinen Kopf. Ich weiß, eigentlich stellt man sich nicht freiwillig an eine undichte Stelle. Jeder vernünftige Mensch geht da doch beiseite, oder? Doch mir gefällt es, wie sich der Regentropfen zeitlupenartig verteilt. Verunsicherung, ob eine Reparatur wirklich angeraten ist.

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