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Schwarzbrot für unsere Engel

Traum:
Zu Besuch in der Künstlerwohnung im stillen Frieden; beim Zauberer und der Puppenspielerin. Während die beiden ihre Sachen hin und her räumen – sie sind viel auf Tournee – unterhalte ich mich mit ihnen. Der Zauberer schaut immer wieder von seiner Arbeit auf und lächelnd zu mir her, während ich erzähle. Es ist eine so friedliche Stimmung und ich fühle mich von beiden unerwartet herzlich angenommen. Die Puppenspielerin packt den Einkaufskorb aus, räumt alles gleich in die Schränke. Ich erzähle ihr, dass ich immer gleich nach dem Einkauf den Korb ausleeren muss, da ich ansonsten dazu neige, alles stundenlang oder gar bis zum nächsten Tag stehen zu lassen. Sie antwortet darauf, das könne sie gar nicht machen, denn sie müsse den Boden stets frei halten. Ihre Wohnung sei klein und: „Wo sollen dann die Engel sitzen, wenn alles vollgestellt ist?“

„Wie viele Engel hast Du?“ frage ich mit echtem Interesse.

„Hm, ich glaube, es sind fünf.“ überlegt sie.

Na, das sind schon einige. „Ich glaube, ich habe zwei Engel in der Wohnung. Der Mike legt jeden Abend einige Schwarzbrotkrumen in unserer Wohnung und auch im Kühlschrank aus, damit die Engel des nachts Essbares vorfinden.“

Während ich dieses kleine „Geheimnis“ verrate, schaue ich zu Mike, der zwanzig Meter hinter der Puppenspielerin im Garten steht und die Erde umgräbt. Er merkt auf, als ich von den Schwarzbrotkrumen erzähle und grinst ein wenig schäbig, vielleicht weil er mich dabei ertappt hat, wie ich – ohne es zu wollen – etwas verraten habe…

Notiz:
Beim Aufwachen grinste ich. Tatsächlich habe ich mir im Traum etwas verraten, von dem ich glaubte, es sei ganz anders.

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