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Das alte Minirad

Traum:
Ein Festsaal zwischen Vorbereitungen und dem Beginn der Feier. Auf der Empore sehe ich Angela sitzen. Zumindest soweit sie durch die einzelnen Geländerelemente zu erkennen ist. Lange nicht mehr gesehen. Ich rufe ihr zu: „Grüß Lisbeth von mir!“ Lisbeth ist bereits vor vielen Jahren gestorben.

Umkehr, Bereich des Übergangs. Dann zu Besuch im Krankenhaus. Eigentlich nicht notwendig, da ich schon länger keine Behandlungen mehr brauche. Doch vielleicht kann ich mich hier nützlich machen, überlege ich, während ich von der Anmeldung zur Station hinübergehe. Naja… so recht bedacht… – was kann ich hier schon helfen? Besinnung.

In mondheller Nacht mit meinem Minirad (1976) entlang dem Schleichweg in Richtung Brentano-Bad unterwegs. Eigentlich war das Brentano-Bad gar nicht mein Ziel gewesen, da ich rechtzeitig zur Arbeit ins Krankenhaus zurückkehren muss. So ist es bereits an dieser Stelle – auf halber Strecke – zeitlich zu knapp. Aber da ich schon so weit gekommen bin… fahre ich doch mal zum Bad. Ich trete feste in die Pedalen, komme trotz großer Anstrengung nur langsam voran. Klar, mit so einem Minirad muss man ganz schön strampeln.

Im Halbdunkel am rechten Wegrand arbeiten einige Männer auf dem Hof vor einem Bauernhaus. Sie werkeln an einem Traktor herum. Ich muss umkehren. Ein so langsames Vorankommen macht keinen Sinn. Wird eh knapp genug, rechtzeitig zurückzukehren. Als ich absteige, fällt mein Blick zufällig auf den Vorderreifen: der ist platt! „Ach du Scheiße!!“ entweicht es mir. So laut, dass die Männer zu mir herüber schauen. Einer bietet freundlich an: „Können wir helfen?“ Im ersten Moment denke ich, sie wollen mein Minirad auf den Anhänger laden und mich mit dem Traktor zurückfahren. Es widerstrebt mir, so viel Aufwand zu betreiben, und ich überlege…

Da steht schon einer der Männer bei mir und schaut sich das Minirad an. Untersucht die rotbraune Gummikappe (wie von einem Pümpel), die über die Stange geschoben ist. Mit dieser Gummikappe werden pumpende Bewegungen ausgeführt, wodurch eigentlich für einen konstanten Luftdruck in den Reifen gesorgt sein sollte. Vor gar nicht langer Zeit hatte ich es in Ordnung bringen lassen; offenbar ist die Reparatur fehlgeschlagen. Der Mann fragt, ob dies von einem Freund gerichtet wurde, um mein Rad zum Laufen zu bringen. „Ja, allerdings muss ich zugeben: besonders helle ist er nicht.“ Der Mann nickt, und mit ein paar geschickten Handgriffen ist mein Rad repariert. Habe ich ein Glück!

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