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Es brennt ein Feuer…

Traum:
Anfangs war es ein kurzer, gedankenloser Blick zurück, nach welchem ich meinen Weg fortsetze, ohne noch einen weiteren Gedanken verlieren.

Kurze Zeit später kommt mir ein Mann entgegen. Um seinem Hals hängt ein schwarzes Schlüsselband mit reichlich Schlüsseln, und ein Namensschild aus Kunststoff. (Gestern real begegnet) Während wir aneinander vorbei gehen, überreicht er mir einen Stapel Passbilder. Diese zeigen jeweils mehrere Aufnahmen einiger Personen, die mir zwar unbekannt sind, aber nicht fremd erscheinen. Ausgelöst durch dieses Ereignis, werfe ich einen bewussten Blick zurück. Ein Blick zurück, wie auf eine Fotografie. Dadurch entsteht der Wunsch, es nochmals näher zu betrachten. Ich gehe zurück, bis zu der mit weiß-rotem Flatterband umgrenzten Großbaustelle. Dies ist der Ort des zurückliegenden Geschehens (eine Hochzeit, wie mir nahezu ungreifbar in Erinnerung liegt).

Ja! Ja, momentan finden hier tief- und weitreichende Baumaßnahmen statt. Baumaschinen, ausgehobene Erdhaufen neben tiefen Ausschachtungen. Nicht nur das Gelände, auch das Gebäude wird von innen und außen renoviert. Auf den ersten Blick ein arbeitseliges Durcheinander, abgesperrt und wenig einladend. Man denkt, derzeit mache es keinen Sinn, sich dies anzuschauen. Doch nun, durch die Fotos ausgelöst, erkenne ich das Sehenswerte dieses Ortes… Es hat seinen ganz eigenen Zauber… einen zart berührenden Zauber… Es geschieht auch wirklich etwas, das wirklich sehenswert ist: Auf einer freien Baustellenfläche steht ein hoher Metallkorb – von außen mit starken Holzlatten gestärkt – in dem alles Überflüssige, alles Alte, das Überholte, das Verbogene und Unbrauchbare verbrannt wird. Es ist ein sehr starkes, sehr konzentriertes Feuer… Wie ich es so anblicke… da verspüre ich tiefes Glück… Gewissheit… Vertrauen… Mein Gott, es ist alles in Ordnung. Tiefe Freude, es ist wohl mehr, als ich mir hätte vorstellen können…

Nach einer längeren Betrachtung mache ich mich wieder auf den Weg. Dort, wo ich vorhin umgekehrt war, steht der Mann, der mir die Fotos überreichte. Voller Dankbarkeit, Freude und Übermut trete ich von hinten an ihn heran, zwicke ihn zärtlich in die Hüften und sage voller Wärme: „Vielen Dank für die Bilder! Das ist wirklich wundervoll.“ Ich trete noch näher an ihn heran; ganz nahe, umfasse seine Oberarme locker mit meinen Händen. Er dreht sich um… Es ist gar nicht der Mann mit den Fotos, sondern es ist mein Kumpel! Überrascht schaut er mich an, merkt sofort, dass ich ihn mit jemandem verwechselt habe und staunt nicht schlecht, dass ich mich derart an einen vermeintlich Fremden heranmache. Oh oh… das ist mir jetzt aber peinlich… Erstens, weil ich ihn mit jemandem verwechselt, also nicht sofort erkannt habe. Zweitens, und schlimmer, weil mein Kumpel mich bei meinem ausgelassenen Draufgängertum ertappt hat. Das sollte doch mein Geheimnis bleiben.

Notiz:
Das Feuer erinnert ein wenig an die Chakra-Suggestionen.

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