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Tiefkühlkätzchen

Traum:
In der weißen Küche stehen zwei Frauen vor einer Arbeitsplatte; mit den Rücken zum Fenster. Die ältere der beiden Frauen geht nach links in einen Zwischenraum, um dort etwas aus dem Eisfach zu holen. Sie ist bald zurück, legt das Entnommene vor sich hin. Neugierig geworden, trete ich zu ihnen und schaue…. Oje, es ist eine durch Vereisen platt gemachte kleine Katze (10 x 20 cm, 0,5 cm dick). Sie ist mit einer glatten Eisschicht ummantelt, erinnert fast an gefrorenen Fisch. Die ältere Frau sagt zu der jüngeren, dass sie heute darauf achten müssen, das Kätzchen langsam auftauen zu lassen. Es ist nämlich so:

Insgesamt darf dieser Tiefkühl-Auftau-Prozess nur fünf Mal durchgeführt werden, will man das Weiterleben der Katze gewährleisten. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Katze wirklich ganz langsam auftaut. Zwar würde man der Katze nach dem Auftauen nicht anmerken, ob es langsam genug oder doch zu schnell war. Aber: Wird die Katze ein weiteres Mal eingefroren, nachdem sie zu schnell aufgetaut ist, so wird sie danach nicht wieder zum Leben erwachen; auch dann nicht, wenn sie weniger als fünf Mal den Prozess durchlaufen hat.

Der Anblick ist äußerst unangenehm. Die gefrosteten Augen, voller Eis, platt gemacht… man sollte meinen, sie sind dadurch zerstört worden. Ich werde meinen Blick gleich abwenden, so viel Widerwillen entsteht in mir. Es ist nicht auszuhalten. Nur gut, dass es heute zum letzten Mal ist und die Katze von einer weiteren Tortur verschont bleibt – sie hat den Prozess nämlich die maximalen fünf Mal hinter sich gebracht.

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