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30 Sekunden für Herrn Books

Traum:
Szenerie in Schwarzweiß. Ein kleiner Platz mit einem unbedachten Karussell; wie im Licht einer mondhellen Nacht. Herr Books tritt zum Karussell, setzt sich auf einen der Plätze, die auf dem äußeren Rund angebracht sind. Blickrichtung Mittelpunkt des Karussells. Er wählt jenen Platz, wo ein ophthalmologisches Gerät aufgebaut ist und schaut durch diese Vorrichtung hindurch. Durch die speziellen Gläser im Gerät verändert sich die Szenerie, ähnelt einem durcheinander geschobenen Schiebepuzzle, so dass die Einzelteile kreuz und quer verschoben sind. Dies fällt aber erst einmal gar nicht auf, da die Übergänge der Einzelbilder fließend sind und die Sicht an sich etwas schlierenartig ist. Hinzu kommt, dass sich die betrachtenden Augen – die ja erst einmal zu entschlüsseln suchen, was sie sehen – rasch an den Anblick gewöhnen und diesen dann für real halten. Im Anschluss an diese Betrachtungsweise braucht das Auge dann wieder eine gewisse Zeit, um sich auf die Realität einzustellen.

Herr Books sitzt immer noch in alle Ruhe am Sichtgerät. Ich vermute, er weiß etwas ziemlich Wichtiges nicht: 30 Sekunden, nachdem man das Karussell betreten hat, setzt sich dieses automatisch in extrem rasch kreiselnde Bewegung, was den Fahrgast nach wenigen Sekunden vom Karussell katapultiert. Da den Augen nun nicht ausreichend Zeit bleibt, sich auf die reale Umgebung einzustellen, dürfte es für Herrn Books sehr schwierig werden, sich rasch zu fangen und gut zu landen, da ihn die verzerrte Sichtweise an der Orientierung hindert. Mit anderen Worten: er könnte dabei ganz schlimm auf die Nase fallen. „Vorsicht, Herr Books!!!“

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2 Antworten zu 30 Sekunden für Herrn Books

  1. books and more

    *schluck*

  2. REPLY:
    So, lieber Books, eine Nacht drüber geträumt und mit Zuversicht erwacht: das wird ‘ne sanfte Landung.
    Lieben Gruß, Traumzeit