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Der Reflexpunkt | G-Punkt

Traum:
Traumskizze - Reflexpunkt Im Wohnzimmer der Älteren wurde ein Esstisch aufgestellt. Gern gesehene Gäste sind zu Besuch. Ein Mann und eine Frau – beide etwas jünger als ich; bei ihm vielleicht eine Betonung von Saturn und Neptun. Ganz sympathisch, dieser irgendwo wichtige Besuch. Die Ältere äußert eine Unzufriedenheit, was mich dazu veranlasst, in die Küche zu laufen, und ganz entspannt mit den Essensvorbereitungen zu beginnen.

Im Bereich der Spüle… nun, erst einmal etwas Ordnung schaffen. Ich nehme den Stieltopf mit dem Rest brauner Sauce, lasse Wasser zum Einweichen reinlaufen. Doch halt, stopp! Schnell das Wasser zugedreht – der Rest gibt mit dem Wasser noch eine leckere Sauce, so gehaltvoll ist das. Wunderbar. Nun noch die Rouladen aufwärmen. Ah, und in einem weiteren Topf liegen drei Bockwurstenden; so beieinander, dass sie ein wenig an abgeschnittene Fingerglieder denken lassen. Die Ältere kommt hinzu, was eher störend wirkt. Ich schnappe mir den Wasserkocher, fülle Wasser ein, damit es nebenbei erhitzt wird. So haben wir nachher gleich heißes Wasser für Instantkaffee parat, falls jemand Lust darauf hat. Ich bin zufrieden – alles da, um die Gäste zu bewirten.

Ich verlasse die Küche, gelange in einen angrenzenden Raum, wo ich auf einen Mann treffe. Dieser trägt Bergarbeiterkleidung, hat Kohlestaub im Gesicht, ein Stirnlicht angelegt, und richtet das Licht seiner Taschenlampe auf ein kohleschwarzes, silbern umsäumtes dickes G, das an die Wand gesprayt wurde. Er wartet darauf, den Reflexpunkt zu erkennen. Noch ist es zu hell, da hebt sich dieser Punkt nicht ausreichend vom Schein der Taschenlampe ab, um mit bloßem Auge gesehen zu werden. Abwarten. Ich vermute, dieser Mann ist der Sohn des Chefs, der am Esstisch saß.

Ich erfahre, dass die Allroundkraft, die über Jahre den ganzheitlichen Betrieb schmiss, von heute auf morgen gekündigt hat. Der Saturn-Neptun-Chef fragt, ob ich den Job übernehmen möchte. „Ja, gerne!“ Das ist eine tolle Gelegenheit. Ich freue mich auf diese Herausforderung.

Einige Schritte weiter gelange ich in meinen Garten. Mag sein, dass ich ein wenig irritiert bin. Lange nicht mehr hier gewesen und so recht kann ich mich an diesen Garten nicht erinnern. Wie auch immer, die Gartenerde und die Pflanzen brauchen reichlich Wasser. Mit einem Gartenschlauch beginne ich zu wässern. Der Wasserdruck reicht gerade aus, um bis an die hinteren Beete zu gelangen, ist aber fast schon zu stark für die zarten Pflänzchen im Beet links, die noch nicht viel Wurzeln schlagen konnten. Eines droht zu kippen… – doch dann: gut gegangen! Es gibt ein gutes Gefühl, genau so viel Wasser zu verteilen, wie gebraucht wird. Da bemerke ich, eher rechts von meinen Füßen, ein Beet, in dem noch Gartenerde fehlt; es ist mit Sand gefüllt. Ja, ich denke, ich sollte gleich damit beginnen, das Beet umzugraben und vorzubereiten.

Der Chef kommt vorbei, sagt etwas zu mir, ich verstehe nicht sofort, da meine Aufmerksamkeit eher nach innen gerichtet war. Kurz zögere ich, entscheide mich dann aber für die Wahrheit und sage zu ihm: „Entschuldigung, ich habe geträumt.“ Freundlich und nachsichtig antwortet er: „Das kann mal passieren.“ Seine geduldige Reaktion berührt mich. Es ist ungewohnt, dass keine Schuldgefühle ausgelöst werden sollen.

Voller Interesse nehme ich das Magazin „Zeit und Wissen“ zur Hand, betrachte die Vorderseite. Es ist das hauseigene Wellness-Magazin. Mit einem Male wird mir bewusst, dass die Fortführung dieses Magazins ab morgen zu meinen Arbeiten gehört. Morgen schon; Donnerstag. Habe ich eigentlich die richtigen Klamotten dafür? Die bisherige Angestellte war eine vielseitig begabte Allroundkraft, erledigte den Bürokram, sorgte für Layout und Inhalte des Magazins, hielt die Kundendatei auf den neuesten Stand und bereitete die eintrudelnden Klienten für die anstehenden Behandlungen vor. Es ist also ein sehr abwechslungsreicher Job, genau so wie ich ihn mir wünsche. Ein Traumberuf quasi. Doch… bin ich dem gewachsen? Okay, sicherlich wird man mich einarbeiten und nicht erwarten, dass ich auf der Stelle und sofort alles weiß.

Erneut sehe ich den Bergarbeiter mit dem Stirnlicht und der Taschenlampe. Wieder, oder immer noch steht er vor der Wand mit dem Graffity-G und hält den Schein der Taschenlampe auf den kohlenschwarzen Buchstaben an der Wand. Immer noch hält er nach dem Reflexpunkt Ausschau. Ich meine diesen Punkt bereits erkennen zu können. Er liegt nahe dem Zentrum des Taschenlampenscheins – zu erkennen, an der deutlich stärkeren Helligkeit. Da es noch recht hell ist, fällt der Lichtpunkt kaum auf. Doch sollte es wohl auch nicht zu dunkel werden, wenn man den Reflexpunkt erkennen will. Naja, aber was überlege ich lange… ich weiß ja doch nicht genau, was der Mann sucht.

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