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Mike sticht in See

Traum:
In der Nacht trete ich an das Ufer einer Bucht. Die Sonne ist untergegangen. Aber ein glutoranger Streifen am violett bewölkten Abendhimmel kündet noch von ihr. Das Wasser liegt still. In Ufernähe staken Gräser aus dem Wasser, dessen Oberfläche sich ungerührt zeigt. Einige leere Ruderboote aus Holz warten – ganz still und unbewegt. Da kommt Mike über das Wasser; mit seiner Dschunke. Er trägt einen hellen Seemannspulli. Große Freude erfüllt mich, als ich ihn zurückkehren sehe. Wir sind wieder zusammen – welch ein Glück! Doch er teilt mir kurz mit – ohne an Land zu kommen, ohne mich anzusehen – dass er sich gerade nur eine andere Dschunke holen will, für die nächsten Tage auf See. Kein persönliches Wort an mich, kein liebevoller Blick, keine Freude über unsere Begegnung… Es trifft mich zutiefst, dass er mir gleich wieder den Rücken kehrt. Das unerträgliche Gefühl eines verlassenen Kindes erfüllt mich. In meinem Hals ein enorm dicker Kloß, der verhindert, dass Tränen fließen.

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