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Schlecht in die Puschen kommen

Traum:
Im Bioladen. Am Morgen. Die Arbeitszeit hat begonnen, die Chefin ist allerdings noch nicht eingetrudelt. Ich will erste Vorbereitungen treffen. Im Lager suche ich die richtigen Schuhe. Zwei Paar Schlappen stehen dort. Na, irgendwie ist keines der Paare für die Arbeit im Laden akzeptabel. Der Versuch, die lila Frotteelatschen anzuziehen gelingt nicht ganz, da ich mit den dicken Schafwollsocken nicht in die schmalen nachgiebigen Schlappen komme, ohne mich zu bücken – und bücken darf ich mich ja nicht. Eieiei, ich trage auch eine arg lässige schwarze Sporthose; ebenfalls nicht so angebracht. Der Druck wächst. Die Chefin wird bald kommen und ich bin immer noch nicht in die Puschen gekommen. Dabei möchte ich unbedingt etwas geleistet haben, wenn sie kommt.

Vom Lager aus gehe ich in den Verkaufsraum hinüber. Gerade tritt ein Vertreter durch die weit offene Ladentür ein. Ohne lange zu warten, beginnt er seine Sache anzupreisen. Frische Lebensmittel von einem Hof namens Brünjes in Worpswede. „Ah, aus meiner alten Heimat!“ rufe ich erfreut aus und ergänze : „Brünjes war/ist auch mein Name.“

Obwohl wir in Frankfurt sind, der Name Brünjes hier nicht so häufig ist, und Worpswede auch nicht unbedingt um die Ecke liegt, reagiert der Verkäufer überhaupt nicht auf das Gesagte. So ein Dummkopf. Als Verkäufer sollte er da doch nachfassen. Doch er lässt sich in seinem Redefluss nicht unterbrechen. Ohne Unterlass spricht er weiter, immer in den Telefonhörer hinein, den er die ganze Zeit ans Ohr hält. Mit ausholenden Gesten verlässt er den Laden, überquert die Straße und setzt den Weg auf dem Bürgersteig fort; Richtung Ortsausgang. Etwas vorgebeugt, mit weit ausholenden und gemessenen Schritten – so als sollten diese das Gesagte noch unterstreichen – entfernt er sich; so sehe ich durch die Schaufensterscheibe. Ohne zu bemerken, dass er längst außer Hörweite ist; zumindest wenn wir die eigentlichen Ansprechpartner sind.

Dann trete ich durch die Ladentür hinaus auf die Veranda. Dort treffe ich auf Stefan W. Er ist gerade damit beschäftigt, einen Haufen zerknüllte alte Zeitungen mit rosa Weichspüler zu tränken – Vorbereitungen für den Verkauf.. Entweder zum Verfeuern im Ofen oder zum Befüllen der Waschmaschine – beides ist einander ja ähnlich. Dazu sage ich: „Nein, das geht doch nicht!!!“

Er sagt: „Doch!!!“

Oje, was wird die Chefin dazu sagen! Ich schüttele mit dem Kopf.

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