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Prozesse effektiver gestalten

Traum:
Seit Stunden, die übrigens wie im Fluge vergehen, lausche ich einem interessanten Vortrag von Manfred Prior. Der Bereich, wo der Redner agiert, liegt im Mittelpunkt eines rechteckigen Raumes, auf bodenloser Ebene. Rundum von Emporen gesäumt, derer nur eine Längs- und eine Querseite mit Besuchern besetzt sind.

Nun, gegen Ende des Vortrages, werden einige königsblaue Sichtschutzflächen von der Decke herabgelassen, so dass die Sicht auf Prior von meinem Standunkt aus verwehrt ist. Nur von den wenigen Plätzen auf der Querempore aus, bleibt die Sicht frei. Das ist so beabsichtigt, damit die Leute auf den teuren Plätzen von einem kleinen Bonus profitieren können. Mich stört das nicht so sehr, da ich den Redner nicht unbedingt sehen muss, um ihn zu verstehen. Zudem zeigt ein Versuch, dass die Neigung meines Oberkörpers nach rechts oder links einen Blick zwischen die Sichtschutzflächen hindurch gewährt.

Am Vortragsende zeigen sich Doris und Angelika von den beschriebenen Methoden, wie der Beratungsprozess effektiver gestaltet werden kann, schwer beeindruckt. Sie konnten während des Vortrages neue Erkenntnisse gewinne. Ich wundere mich über deren Begeisterung und deren Gefühl des Gewinns. Ich fand es auch interessant, aber meinem Erleben nach ist das vermittelte Wissen jedermann zugänglich. Ein Augenblick, da ich mich nicht unter Kontrolle habe, und es entfleucht meinem Mund: „In der Meditation! Nehmt euch regelmässig Zeit für ausdauerndes Meditieren und auch ihr gewinnt solche Erkenntnisse ohne Schwierigkeit!“

Echt verblüffend, welche Selbstverständlichkeiten das Publikum begeistern kann. Unangenehm ist mir nun allerdings, dass ich meine Klappe nicht halten konnte. Und quasi etwas von dem preisgab, was ich so nicht beabsichtigt hatte. Keinesfalls möchte ich die Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Auch andere Anwesende hörten womöglich meine Worte. Als ich auf einem Tisch in meiner Nähe einen Strohhut entdecke, greife ich zu und setze ihn auf. Überlege kurz, dass es vielleicht sinnvoll ist, ihn unter dem Kinn festzuzurren, komme aber zu keinem Entschluss, da ich es vorziehe, durch den Hut geschützt, möglichst schnell und unerkannt den Veranstaltungsort zu verlassen. Ich hoffe inständig, dass mich – so behütet – niemand als diejenige erkennt, die gerade anderen ihre eigenen Erfahrungen aufdrängte.

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