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Brötchen von Jelinek

Traum:
Als ich morgens aufwache, ist die Wohnung voller Handwerker – unüberschaubar viele sind es; überwiegend Männer, aber auch ein paar Frauen. Alle sind ausgesprochen freundlich und zuvorkommend.

Zuerst kleide ich Moina an; eine unruhige Angelegenheit, da sie mir immer wieder vergnügt weghüpft. Einer der Handwerker, die sich im Kinderzimmer aufhalten, bemerkt anerkennend: „Die ist ja ganz schön lebhaft!“ Ja, allerdings!!

Als ich soweit bin und in den Wohnraum trete, sitzen dort schon alle Handwerker an einem großen Tisch und frühstücken. „Das ist ja blöd!“ rufe ich aus. Und etwas ruhiger: „Ich wollte doch für euch Frühstück machen. Was kann ich euch jetzt Gutes tun?“ Ich erfahre, dass noch eine weitere Pause am frühen Mittag vorgesehen ist. „Okay, dann hole ich Brötchen!“ verkünde ich.

Die Arbeitsräume liegen in der Innenstadt. Ich frage eine der Frauen: „Wenn ich auf den Bürgersteig trete, muss ich dann nach rechts oder links gehen, um zum Bäcker zu kommen?“ Nach rechts ist es richtig, so erfahre ich. Ah ja, jetzt erinnere ich mich auch daran! Nur ein paar Häuser weiter ist die ‘Bäckerei Jelinek’; das ist ja gar nicht weit! „Nicht weit? Doch doch, da musst du schon etwas laufen!“ erklärt eine Frau erstaunt.

Unbestimmte Zeit später; einige Etagen höher. Die Müllerin – eine ältere Texterin – verteilt gerade Brötchen in Körbe. Zwei riesige und einige kleine Papiertüten voller Brötchen! Einige der Kaiserbrötchen sind aufgebrochen; so sieht man die innewohnende Mohnbestreuung. Der Anblick verstimmt mich und ich grummele: „Das wollte ich doch machen, Brötchen holen!“ So wie es aussieht, reichen die Brötchen allemal für die große Belegschaft.

Ich laufe die Treppen hinab, zur schmalen Tür, die hinaus in die Stadt führt. Als ich die Tür öffne, bemerke ich, dass von außen ein Schlüssel steckt. Ein ganzes Schlüsselbund mit einem braunen Ledermäppchen. Das ist nicht mein Schlüssel. Ich vergewissere mich sicherheitshalber, ob ich meinen eigenen Schlüssel dabei habe. Ziehe den fremden Schlüssel ab und nehme ihn an mich, damit er nicht von einem Fremden genommen wird.

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