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Schlammgrab

Beim Erinnern des Saatgedanken-Traumszene, als ich Mara von den unvergleichlich schönen Sonnenuntergängen erzähle, fällt mir ein kurzer Traum vom früheren Morgen ein:

Weites Urwaldgebiet. Irgendwo mittendrin eine Lichtung; eine braune schlammige Fläche. Ein hagerer, grauhaariger Inder tritt auf den Steg, geht bis zu dessen frei schwebendes Ende vor, das inmitten, und wie ein Sprungbrett ein Meter über der Schlammfläche endet. Ganz ruhig und gelassen springt er in den viele Meter tiefen Schlamm, um dort seinen Tod zu finden. Dieser Weg des heiligen Inders war so gewollt. Er wollte sich die Stelle seines Grabes selbst auswählen. Ich finde das ganz schön mutig, bei vollem Bewusstsein in den Schlamm zu springen, dabei zu wissen, dass es der Untergang ist. Okay, vermutlich trifft einen erst einmal der Schlag, wenn man von all dem Schlamm umschlungen wird, aber sicherlich wird doch eine gewisse Zeit in Todesqualen vergehen. Ich glaube, so mutig wäre ich nicht.

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