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Der zehnte Saatgedanke

Traum:
Gemeinsam mit Mike, Mara und ihrem Mann in einer Schwimmbadanlage. Ein weit ausgedehntes überdachtes Gebiet mit großen Schwimmbecken. Die Anlage ist gut besucht.

Bald haben wir einen ersten Bereich durchschwommen, klettern aus dem Becken und duschen nacheinander unter einer breit sprudelnden Wasserbrause. Mara und die beiden Männer sind mir voraus, steigen bereits in das nächste Schwimmerbecken. Etwas besorgt, den Anschluss zu verpassen, eile ich hinterher. Es gibt nur einen sehr schmalen Einstieg ins Becken, den alle nutzen müssen. Einer nach dem anderen, wie Perlen die von einer Schnur gefädelt werden, gleiten die Schwimmer ins Wasser. Überall die kühl-feuchte Haut, etwas klamm wirkend in der trüben Innenbeleuchtung. Nur eine halbe Bahnbreite steht zur Verfügung. Bereits am Einstieg ist die Sicht zum übrigen Becken durch einen undefinierbaren hohen Aufbau verwehrt. Während ich mich einreihe, beschwert sich ein anderer Schwimmer darüber, dass ich auch noch mitmache; als sei es nicht so schon genug mit all den Schwimmern! Ich registriere diesen Versuch der Ausgrenzung und bin damit natürlich nicht sonderlich glücklich.

Schwimmen, schwimmen, schwimmen… es ist eine sehr sehr lange Bahn… viele hundert Meter lang. Einer nach dem anderen zieht diese entlang, wie in einem engen Kanal. Endlich angekommen, weitet es sich zu einem großen Becken. Dort komme ich endlich auch wieder mit Mara in Kontakt. Mir fällt gerade ein, wie nahe wir hier an der schönen Bucht sind – eine Bucht, die fast mit der Erfüllung aller Sehnsüchte gleichzusetzen ist. Diese einsame Bucht am Meer befindet sich noch etwas weiter draußen unter freiem Himmel. Es wäre zu schön gewesen, hätten wir uns gleich zu dieser auf den Weg gemacht; dann hätten wir es vielleicht geschafft. Doch anfangs meinte ich, es sei zu weit dorthin. Nun sind wir auf andere Weise fast genau so weit gekommen. Ich erzähle Mara: „Dort draußen liegt eine wunderschöne Bucht, wo man unvergleichlich schöne Sonnenuntergänge beobachten kann. Schade, ich war sooo lange nicht mehr dort. Vielleicht können wir nachher ja doch noch hin?!?“

Ich steige aus dem Wasser, trete zu Mara, sehe mich beiläufig im Spiegel. Dabei fallen mir meine hellblonden Haare auf. „Das ist ja sonderbar, meine Haare sind blond?!“ sage ich zu Mara, während ich mich hinter den Stuhl stelle, auf dem sie sitzt. Ich beuge mich über ihre Schulter vor und lasse meine Ponyhaare auf ihre Haare fallen. Wir haben teils genau die gleiche Haarfarbe! Früher hatte ich tatsächlich mal hellere Haare.

Übrigens, gegenüber am Beckenrand, lässt sich Maras Mann im Wasser treiben. Er freut sich gerade total darüber, so viel Deutsch gelernt zu haben und hier nun so häufig Gelegenheit zur Anwendung der Sprache zu finden. Mara und eine unbestimmbare Person reagieren darauf eher gleichgültig, teilen nicht so die Freude darüber.

Wenig später. Einige Schritte zurück sitze ich an einem Tisch, der zwischen zwei Schwimmbecken steht. Ich blicke in die Richtung, die noch vor uns liegt. Auf dem Tisch liegen Materialien. Es scheint um Saatgedanken und um die sieben Strahlen (Alice Bailey) zu gehen. Esoterische Texte und Bilder, die im Zusammenhang mit einem spirituellen Prozess stehen, in den ich völlig unvorbereitet und zufällig hineingeraten bin. Von daher habe ich auch das Gefühl, nicht wirklich Durchblick zu haben, was sich in einer unklaren Sicht der Dinge widerspiegelt.

Etwas später sitze ich wieder am gleichen Tisch, allerdings auf der gegenüberliegenden Seite – der Blick geht also in die Richtung, die bereits hinter uns liegt. Rechts von mir steht eine kleine Pappkulisse, die mit einem Wald illustriert ist, auf dem Tisch. Vor mir liegt ein ebenfalls waldgrün illustrierter Plan. Ein zierliches hutzeliges Weiblein tritt von rechts an den Tisch – sie ist die esoterische Leiterin des Prozesses. Sie fordert mich auf, die entsprechenden Bilder zu dem zehnten Saatgedanken zu visualisieren. Endlich habe ich Gelegenheit zu erklären, dass ich darauf nicht vorbereitet bin, nicht genau weiß, welche Bilder ich mir vorstellen sollte. Da reicht mir das Weiblein ein imaginäres Übersichtskärtchen: eine waldig illustrierte Drehscheibe, die in zwölf gleiche Felder unterteilt ist. Jeder Bereich enthält Abbildungen, die die wichtigsten Themen symbolisch darstellen. Uih, geht das alles schnell. Die letzte Gelegenheit mich auf den gleich beginnenden Prozess vorzubereiten. Ich schließe die Augen, versuche mich schnell zu entspannen. Schnell entspannen geht nicht, also doch lieber Zeit nehmen und notfalls eben scheitern. Schwierig. Der zehnte Saatgedanke also… die entsprechende Pflanze heranwachsen sehen, so groß als möglich gedeihen lassen… so ganz klar kommt das Bild noch nicht… Sehe ich das richtige Blatt? Das Blatt hat die Form eines Grünkohlblattes, die Struktur von Wirsingkohl und ich erkenne: es ist wohl ein Rhabarberblatt. Oder was ist das wirklich? Worum geht es? Ob es etwas ausmacht, wenn ich nicht genau weiß, welche Pflanze ich visualisieren soll? Entscheidend bei der Visualisierung ist, so vermute ich sehr stark, dass die Blätter stark ausgeprägte Blattadern haben. Diese Sache ist sehr wichtig, weil es doch um meine Heilung geht.

Notiz:
Da es der zehnte Saatgedanke ist, denke ich an folgenden
(Steinbock: 11. Januar 2009/Vollmond):

Versunken bin ich, im überirdischen Licht, und diesem Licht wende ich den Rücken zu

Zeitlich näher:
Saatgedanke (Wassermann: 9. Februar 2009/Vollmond):

Wasser des Lebens bin ich – ausgegossen für die dürstende Menschheit

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2 Antworten zu Der zehnte Saatgedanke

  1. Was für ein spezieller Traum! Ich empfinde ihn wie ein wertvolles Geschenk an mich. Vielen Dank, liebe Marianne! Die wunderschöne Bucht, wo man unvergleichlich schöne Sonnenuntergänge beobachten kann, interessiert mich. Wann warst Du das letzte mal dort?

    Von den Saatgedanken spricht mich spontan derjenige mit dem Wasser an, ist doch der Vollmond vom 9. Februar ein spezieller mit einer Mondfinsternis.

    Herzlich
    Mara

  2. REPLY:
    Ja, liebe Mara, die wunderschöne Bucht taucht in größeren Abständen in meinen Träumen auf.
    Wann war ich das letzte Mal dort? Vor einigen Jahren war das; da war ich zwar nicht wirklich an einem solchen Ort, aber ich machte Erfahrungen, für die diese Bucht sinnbildlich steht. Vor diesem Traum ahnte ich gar nicht, dass ich mich danach sehne, einen ähnlichen Seinszustand nochmals zu erleben. Ich dachte – wie es ja auch im Traum gespiegelt wird – dass ich weit davon entfernt bin. Offenbar bin ich näher dran, als mir bewusst war. Alles Liebe Dir – Marianne