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Funkenflug im Sonnenschein

Traum vom 29. April 2006

Ein sonniger Sommertag. Einige Leute sind auf dem kleinen Platz vor dem Haus zusammengekommen. Ich stehe etwas abseits und schaue zur Bank, die hier steht. Über deren Lehne hängen ein weißer Viskoserock mit schwarzen Tupfen und eine schwarze Viskosebluse mit weißen Tupfen. Ich überlege, was ich zum Arbeiten anziehen soll, da ich im Bioladen eine Schürze tragen muss. Wenn ich die Bluse offen über der Schürze trage, wird das für die Traumladnerin okay sein, und so will ich es tun. Während ich nachdenklich ein paar richtungslose Schritte mache, bemerke ich halbbewusst die brennende Wärme auf meiner Schädeldecke. Vermutlich dringt dies nur deshalb in mein Bewusstsein, weil das Brennen inzwischen recht unangenehm ist.

Meine Chefin, die Traumladnerin, ist inzwischen erschienen und wir setzen uns auf die Bank – sie rechts von mir. Sie hat den rechten Fuß aufs linke Knie gelegt, wobei der weiße Viskoserock mit den schwarzen Punkten hoch rutscht. Das ist Absicht, denn sie möchte mir etwas oberhalb der Wade zeigen. Sie erklärt, sie dürfe nur drei oder vier Gedankenmomente lang arbeiten, denn sie habe bereits von Kindesbeinen an ein paar geschwollene Adern. Und diese zeigt sie mir. Ich finde sie kaum sichtbar und weit weniger schlimm als ich erwarten würde. Dennoch glaube ich ihr, dass es sie einschränkt, da es durchaus unter der Oberfläche ähnlich aussehen kann. Nun ja, bei Wärme schwellen die Adern leicht an.

Jetzt bemerke ich auch das außerordentlich warme Wetter! Vor uns steht ein von Hitze durchgeglühtes Rohr (etwa einen Meter hoch und mit einem Durchmesser von vierzig Zentimeter), das mit orange glühender Kohle gefüllt ist. Es sprühen viele Funken in die Höhe. Vor allem an meiner Schädeldecke merke ich es, da brutzelt es inzwischen sehr. Ob mir Funken auf den Kopf geflogen sind? Möglich, so heiß wie es sich anfühlt. Ich stehe auf und entferne mich von dem feurigen Funkenflug. Vielleicht ist es aber auch die Sonne, die unerbittlich auf den Kopf brennt? Jedenfalls befürchte ich den Verlust meiner Haare, womöglich hat die Hitze schon alles versengt. Ich lege die flache Hand auf den Scheitelpunkt um etwas zu kühlen und gleichzeitig nachzuspüren, ob ich meine Haare noch habe. Ich bin mir nicht sicher! Es ist so verdammt heiß! Nun habe ich mich von dem Funkenflug entfernt, habe den Kopf mit meiner Hand versucht zu kühlen, aber es gab bisher keine Linderung – mir ist, als würde mein Scheitel brennen.

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