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Liliths Garten

Traum:
Noch vor Beginn der Gartensaison. Entspannung gepaart mit einer gewissen neugierigen Erwartung, während ich ein verborgenes kleines Gärtchen wässere. Dieser kleine Garten liegt unter einer Hecke verborgen. Die Hecke bildet die Grenze zur Nachbarin und zum Hexenwald. Stille Freude in mir, als ich das zartblütige Blumenpolster entdecke. Da ich es so rechtzeitig entdeckte, habe ich nun alle Chancen, es zu kräftiger Blüte zu bringen. Am liebsten wäre mir, diese Sache würde sonst niemand bemerken. Immer wieder bleibt mein Blick an einem kleinen Wall hängen, der mit weißer Plastikfolie schützend ummantelt ist. Merkwürdig, dass ich nicht nachsehe, was sich darunter verbirgt.

Nach ausgiebigem Gießen ziehe ich mich in die kleine Laube zurück, die ein paar Stufen höher hinter meinem Rücken steht. Durch den Eingang in der Hecke kann ich meine Nachbarin Lilith im Garten gegenüber sehen, die bald aufsteht und mich freundlich begrüßt. Sie erzählt, wie schön ihr Garten schon gedeiht. Oh ja, nun sehe ich es auch. Bei ihr blüht es nicht im Verborgenen, sondern ganz offenbar für alle, die hinsehen mögen. Ich spüre Begeisterung beim Anblick des Wachstums, und spüre Schmerz während ich mich frage, warum ich immer so zurückhaltend bin. Ich glaube, ich könnte ähnliches erreichen.

Mit einem Male springe ich von meinem Platz auf, hebe theatralisch die Hände und rufe aus: „Was soll ich tun? Sie einfach beneiden?“ Und ergänze leise, in mich gekehrt: „Doch das Beneiden führt zu nichts…“ Mit aufkeimender Freude blicke ich auf, spüre ein Lächeln in meinem Gesicht, dass ich als etwas anstrengend erlebe und frage Frau Lilith: „Darf ich mir ihren Garten näher ansehen?“

Sie ist einverstanden und wir gehen hinüber. Dabei wird mir noch einmal mein verborgenes Gärtchen gewahr… leise Freude, mir wird leichter. Es fühlt sich an, als sei dies der richtige Weg.

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