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Den eigenen Kopf bewahren

Traum:
[...] Auflösung. Fast alle verlassen das Haus in den Bergen – bis auf einen Mann, eine Frau und mich. Der Mann streckt sich lang auf einem schmalen Unterschrank aus, welcher hier als Bett dient. Er fordert mich auf, mich zu ihm zu legen. Das probiere ich, finde das aber nicht in Ordnung. Schließlich sind wir kein Paar! Was werden die anderen Teilnehmer bei ihrer Rückkehr denken, wenn sie uns unter einer Decke vorfinden?!

Er argumentiert: „Sie haben uns hier allein zurückgelassen! Was also sollen wir tun? Wir müssen doch zusammenhalten, oder?“

Hm, vielleicht hat er Recht. Nun entdecke ich auch, dass sich am Kopfende zwei übereinander angebrachte Ablagen befinden. Super, da können wir unsere Köpfe immerhin getrennt ablegen! Das ist schon mal sehr günstig; von wegen der Autonomie und so. Die dritte Person – die Frau – hat das Haus inzwischen stillschweigend verlassen. Fast hätte ich vergessen, dies zu erwähnen. Ganz still ist es geworden. Ganz ruhig. Ich liege mit dem Mann unter der Decke, auf dem recht harten Holz des Unterbaus. Doch die Wärme und die angenehme Nähe des Mannes machen das vergessen. Ich hebe den Kopf, schaue mich um, aus dem Fenster hinaus… Blick in die Berge, am Vierwaldstättersee. Möglich, dass man mir Vorwürfe machen wird, dass ich mit diesem unbekannten Mann hier so nahe und vertraut zusammen liege. Doch was zählt das in diesem Moment.

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