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Russenb(a)uch mit Fingerspitzengefühl lesen

Traum:
[...] Ein Pflichtseminar über mehrere Tage oder Wochen neigt sich dem Ende zu. Ich habe einige Räume kennen gelernt und erfahren, dass die Schlafräume der Teilnehmer angenehm verteilt liegen – so dass stets nur kleine Gruppen nah beieinander schlafen. Ich überlege, mein Zimmer innerhalb des Gebäudes zu wechseln. Aber erst einmal zur Toilette gehen.

Links um die Ecke. Ich betrete eine Toilette, die zu dem Unterkunftsbereich anderer Seminarteilnehmer gehört. Kaum die Kabine betreten, sehe ich mich einem bleichen Russen (etwa 40 J.) gegenüber, der mich konsterniert mit großen Augen anschaut. Er kauert in der Nische zwischen Kloschüssel und Wand. Das macht mir nichts, ich will mir gleich die Hosen runterziehen. Er verdreht entnervt die Augen, kann offenbar kaum glauben, dass ich mich nicht wieder zurückziehe. So schnappt er sich seine Sachen und verlässt kopfschüttelnd die Toilettenkabine. Na wie? Warum das denn? Kurz bemerke ich den nassen Waschlappen in seinen Händen. Überlegung: Habe ich ihn beim Wichsen gestört? Oder hat er sich gerade im Intimbereich gewaschen? Anders kann ich mir nicht erklären, warum er jetzt davon läuft. Hm, weg ist er.

Hoppala! Da sitzt ja noch jemand! Dieser Mann war vom bleichen Russen verdeckt worden. Bewegungslos, ja regungslos bleibt er in der Ecke am Spülkasten hocken, stiert blicklos in die Luft. Ich bin schon im Begriff, die Hosen nach unten zu streifen und mich auf das Toilettenbecken zu setzen, zögere dann doch… Moment mal… Will ich das wirklich? In Gegenwart dieses Mannes pinkeln? Kurze Unentschlossenheit, doch dann ist es ganz klar: Nein! Ich ordne meine Kleider und gehe.

Kurze Zeit später. Ich liege im Bett. Morgenstunden. Weich, warm und schläfrig… mmmh. Da kommt der bleiche Russe, legt sich nackt zu mir ins Bett. Legt sich in meinen linken Arm, kuschelt sich an mich. Sonderbar, wo er doch vorhin vor mir flüchtete! Er lässt sich von mir streicheln. Dann erklärt er mir und anderen Personen im Zimmer den Grund: „Inzwischen habe ich herausgefunden, dass du von allen, mit denen ich es probiert habe, am besten streicheln kannst. Es ist so schön, dass ich darüber sogar vergesse, dass du dich in der Toilette aufdrängtest.“

Oh, das höre ich natürlich gerne. Meine Finger gleiten über seinen schlanken und warmen Körper. Immer wieder über seinen flachen und doch besonders flächigen Bauch. Während meine Fingerspitzen die warme Haut erspüren, lese ich wie in einem Buch. Ja, durch das Streicheln und Fühlen erscheint vor meinen Augen ein großes aufgeschlagenes Buch, sein Bauch. Dicht aneinander gedrängte Buchstaben und Zeilen, eine Mischung aus kyrillischen und lateinischen Buchstaben. Ich spüre mich hin, zu ihm hin und das Geschriebene wird immer klarer sichtbar.

Ich genieße die Wärme zwischen uns, die wohlige Nähe, seine schöne glatte Haut. Es macht mich sehr glücklich, dass er sich mir – nach all dem, was war – anvertraut und meine Nähe sucht.

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