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Zwei Zigeunerinnen und die Biografiearbeit

Traum:
[...] Die Traumerinnerung setzt verschwommen ein:Ich trage einen Dreiteiler, schwarzer wadenlager Schlauchrock, schwarz-weiß geringeltes Long-Shirt (körpernah) und ein kurzes schwarzes Jäckchen darüber. Ich fühle mich wohl in meinem Körper, leicht, beweglich, unbeschwert. Hinter meinem Rücken eine Faschingsfeier, die vor zwanzig Jahren stattfand. Ich strebe auf eine Wand zu, weiter links eine Tür, die ich öffne, so als habe ich ein Vorhaben, ähnlich dem Besuch einer Toilette; doch weder habe ich das Bedürfnis, noch trete ich in einen Toilettenraum.

Der Wohnraum liegt ganz ruhig. Es ist regelrecht spürbar, dass diese Raum sehr lange nicht genutzt wurde. Das tut gut, die Entspannung ist angenehm. Noch während ich die Atmosphäre aufnehme, finde ich mich bald an einem ovalen Tisch sitzend wieder. Ein alter Tisch aus dunklem Holz mit angenehm abgerundeten Kanten. Darauf liegt eine alte Leinendecke, mit zarten Häkelbordüren und -einsätzen. Am Tisch sitzen zwei Frauen. ZigeunerschattenEine alte Zigeunerin und Evelyne. Evelyne habe ich viele viele Jahre nicht mehr gesehen, und so verwundert mich ihr stark verändertes Aussehen kaum. Sie hat lange, leicht gewellte Haare von kräftiger Struktur. Einen hellen Schal trägt sie um den Kopf belegt. Sie sitzt vorgebeugt, spricht mit eindringlichem Blick. Am Rande nehme ich die Bemerkungen der alten Zigeunerin wahr, die zwar knapp außerhalb meines Blickfeldes, aber mir näher als Evelyne steht. Ursprünglich war es ein Gespräch über Biografiearbeit zwischen den beiden Zigeunerinnen. Evelyne erzählt, sie habe mehrere Bücher zu dem Thema und mit einem davon habe sie sogar Biografiearbeit mit ihrer inzwischen erwachsenen Tochter gemacht.

Sie wendet sich mit einer interessierten Frage an mich: „Kennst Du dieses Buch zur Biografiearbeit?“ Dabei hält sie mir eines der vier Bücher, die auf dem Tisch liegen, vor die Nase. „Nein“ antworte ich „die anderen Bücher kenne ich, aber dieses nicht!“ Ich nehme es, blättere durch die Seiten. Interessant! Es ist wie ein Abreißkalender, für jeden Tag es Jahres, gestaltet. Allerdings großformatiger. Jede Seite bietet Anregungen und Übungen, die in kurzen Absätzen formuliert sind. Dazu lustige und prägnante Abbildungen. Das spricht mich echt an. Mit einem Male steigt ein Wiedererkennen auf… Natürlich, dieses Buch kenne ich ja doch! Obwohl dieses Biografiebuch ganz anders ausschaut, kommt ein Gefühl auf, als erinnere ich mich an das Buch… „Heute ist mein bester Tag!“

Originalbild: Stock.xchngJova Mickovic

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