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Autonomie: Gefährlicher Innendruck

Traum:
Die Dämmerung wirft graues Licht auf den Platz vor dem Elternhaus. Von der Haustüre kommend, gehe ich hinüber zum Fahrweg, um mich dort von der ganzheitlichen Weberin zu verabschieden. Diese steigt gerade in ihren alten weißen Volkswagen, kurbelt das Seitenfenster runter, schaut mir durch die reflektierende Scheibe in die Augen und schenkt mir ein liebes Lächeln. Doch ehe ich zu Abschiedsworten komme – ich stelle mir bereits vor, wie ich ihr hinterherwinke – bemerke ich ein weiteres Auto, das sich nach kurzen Zurücksetzen ebenfalls in Abfahrtsposition stellt. Ein Gefühl leichter Überforderung stellt sich ein; kann ich doch so nicht beiden Vorhaben gerecht werden. In dem anderen Auto sitzt Wilma am Steuer. Auf dem Beifahrersitz ihre Freundin. Ach du liebe Zeit, im Fußraum auf der Fahrerseite sind zwei junge Erwachsene untergebracht: Maike und ihre Freundin. Offenbar war nur noch dort Platz. Alle vier sind vergnügt. Doch oje, von außen betrachtet: Maike wird im Bereich der Stoßstange aus dem Auto heraus gedrückt. Vermutlich durch den Innendruck ausgelöst. Doch sie lacht nur vergnügt und unternehmungslustig. Um Gottes willen! „So dürft ihr nicht fahren!!“ Doch unbekümmert und frohgemut, lassen sie den Wagen anfahren. Ich kann nicht verhindern, dass sie auf die Straße der Kindheit – ortseinwärts – abbiegen. Ein Zusammenstoß und Maike bekommt die volle Wucht ab… nicht auszudenken. Ich will ihnen laut hinterher rufen, wie gefährlich das ist, doch meine Warnung erstickt in der Kehle. Die ganzheitliche Weberin gerät dabei völlig in Vergessenheit.

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