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Schnee und Kirschblüten in japanischen Gärten

Traum:
Einen Teil der Traumnacht verbrachte ich in Außenanlagen, die wie japanische Gärten gestaltet waren. Diese wiesen immer mindestens einen Teich auf, an dem jeweils ein alter Kirschbaum in voller Blüte stand. Die Teiche waren rundum mit einem dicken luftigen Schneewall gesäumt. Flaches Land. Ruhe. Stille. Knorrige Schwere.

Inzwischen habe ich alle Gartenanlagen durchquert und blicke, während der Ältere auf mich wartet, auf den Bereich zurück, den ich zuletzt durchquerte. Es erstaunt mich ein wenig, hier endlich einen Teich zu entdecken, an dem ein kleiner, junger Kirschbaum steht, der noch nicht seine ganze Blütenpracht entfaltet hat, sondern eher noch am Anfang steht. Dieser zaghafte, fast bescheiden wirkende Anblick bringt ein Gefühl der Erleichterung. Die Ahnung eines Aufatmens.

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3 Antworten zu Schnee und Kirschblüten in japanischen Gärten

  1. en-passant (Gast)

    REPLY:
    :-)

    (Manchmal hilft es, sich alles wie die ruhig gezogenen Furchen in einem Kiesgarten vorzustellen. Auch sie bedeuten nichts, tun aber gut. Warum, muss man nicht wissen.)

  2. REPLY:
    Herzlichen Dank für diesen einfühlsamen Kommentar.

    Ich würde so gerne etwas darauf sagen. Doch außer überflüssiger Worte finden sich gerade keine.

  3. en-passant (Gast)

    Das ist n. m. E. eine “typisch” japanische Empfindung, die sich selbst bestätigt: Es geht um fast nichts, als diesen kleinen Unterschied im Bewusstwerden der Empfindung… die den Unterschied macht. “Japanische” Träume sind oft subtil, wenn auch fast “nichts-bedeutend”. Heute morgen dachte ich, ich träume gerade auch sehr japanisch… wegen der kleinen, fernen, punktroten Sonne. Es war aber vielleicht nur so ein Moment. Er bedeutete sich selbst. Und als ich abends nach der Sonne sah, dachte ich wieder dran.