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… oder nur davon geträumt?

Traum:
Behördenpost! Finanzamt. Ich ziehe den Brief aus dem Umschlag. Was die wohl von mir wollen? Aha, ein erster Hinweis zur Einkommenssteuererklärung. Nanu? Ich werde darauf hingewiesen, dass ich – unabhängig von den Einnahmen – vorab 158 Euro Abgaben und 78 Euro Gebühren zu zahlen habe. So sei es ja auch vereinbart. Wie… vereinbart?? Nicht dass ich wüsste! Zum ersten Mal erfahre ich von diesen Beträgen. Davon hat mir der zuständige Beamte damals nichts gesagt. Nach den ersten Zeilen stutze ich…, denn es steht geschrieben:

Na, schon Einkünfte gehabt oder nur davon geträumt?

Der letzte Teil des Satzes weist eine türkise Schriftfarbe aus und ist verlinkt. Der Brief ist in frischem Stil verfasst. Der Schreiber greift noch ein oder zwei Mal den Begriff Traum als Wortspielerei auf, um sein Anliegen zu vermitteln. Das ist erstaunlich. Ich kann es nicht so recht einordnen… Ist das eine nette Geste seitens des Finanzamtes, dass die Briefe nun ganz individuell auf den Empfänger abgestimmt werden? Kaum vorstellbar. Oder hat sich der Schreiber aus Übermut eine kleine Neckerei erlaubt? Oder erlaubt sich da jemand einen bösen Spaß auf meine Kosten?

Unterm Strich habe ich widersprüchliche Gefühle mit diesem unerwarteten Brief. Einerseits amüsiert und belebt mich diese Wortspielerei, auf der anderen Seite fühle ich mich durch diese Nachricht belastet. Na, mal sehen, was da noch auf mich zukommt…

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