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Keine Textverarbeitung möglich

Traum:
Während der Bahnfahrt. Die Geräusche sind angenehm gedämpft, als ich den Mittelgang entlanggehe. Gleich am ersten Tisch auf der linken Seite fällt eine elegante Frau ins Auge. Anfangs kann ich nicht einordnen, was sie dort macht: sie spreizt die Finger der linken Hand auf einem großen Display und führt sie dann mit festem Druck wieder zusammen – wieder und wieder. Dieses bewirkt ein Umblättern der Seiten der E-Broschüre. Ah klar, verstehe, das ist einer dieser neuen E-Reader. Die elegante Dame kommentiert einer Frau gegenüber die einzelnen Seiten, die der Reader anzeigt. Ihr Gesichtsausdruck ist kühl, das zarte Näschen zeigt leicht nach oben. Die Fremde gegenüber schaut interessiert und schweigend zu. Der Reader ist wirklich interessant. Denn die rechte Hälfte des Gerätes weist eine durchaus brauchbare Tastatur zur Einarbeitung eigener Texte auf.

Ich erreiche eine dunkle Nische. Lange nicht mehr hier gewesen. Ein kleiner Couchtisch. Darauf steht das, was ich als meinen Reader annehme; zumindest das Bedienelement. Es besteht aus einem Stückchen roten Nylongewebe, das nach rechts und links je zwei abgerundete Laschen aufweist. Das ganze Teil ist rundum mit schwarzem Nylonschrägband gesäumt. Der Mittelpunkt wird von einem Elektronikteil gebildet, das etwas an eine Computermouse erinnert. Ziemlich innovativ. Nicht das übliche Gedöns. Es hat vier Tasten: Linksklick, Rechtsklick, Shift und Leertaste. Eine davon hat ein sehr schmales orangenes Lämpchen integriert, das bei Linksklick oder Shift aufleuchtet.

Ich lege meine Hände in Ausgangsposition auf das Teil und probiere, wie sich die Tasten bedienen lassen. Es geht gut, die Finger erreichen bequem jede Taste. Blöd ist: Es gibt keine Tastatur, keine Möglichkeit zur Textverarbeitung.

Ich bin zutiefst enttäuscht, total ernüchtert. Oh Mann, zu gerne hätte ich auch so einen Reader, wie ihn die elegante Frau hat!

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