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Zwischenstation und Geschenke

Traum:
Auf der Reise mit Mike. Unser Weg führt durch ein Gebäude, in dem es sehr lebendig zugeht. Es ist gefüllt mit Wissen und Büchern. Ein Schalterhäuschen in der weiten Halle. An dieser Stelle schenkt Mike einer alten Dame ein Buch, also zwei 20 Euro Scheine, die in einem Plexiglas-Bilderhalter stecken. Alle Anwesenden zeigen sich angenehm überrascht. In ihren Gesichtern ein Lächeln der Freude darüber, wie bereitwillig Mike das jüngst Erworbene mit allen teilt.

Ich setze meinen Weg mit einem winzigen Fahrrad fort. So muss ich rasch treten, um voran zu kommen. Im Augenblick passiere ich ein Straßenstück, das in Türkis bestrichen ist. Es geht ein wenig bergan, und das Vorankommen scheint fast zu erlahmen. So setze ich meine Füße auf den Boden und stoße mich ab. An dieser Stelle wohl eine effektive Alternative. Hinter mir spüre ich einen Radler und frage mich, was er wohl darüber denken mag, wenn ich so schneckenlangsam vorankomme. Andererseits scheint mir, dass auch er hier nicht so flott weiterkommt.

Dann endlich ist dieser Punkt überwunden. Angenehmer Fahrtwind – Erleichterung, Entlastung. Nun bleibt auch Ruhe zur Betrachtung des Ortsplanes, den ich inzwischen derart aufgefaltet habe, dass zwei mal zwei Planquadrate zuoberst auf dem Lenker liegen. Super, wie gut das klappt und mir bei der Orientierung hilft. Währenddessen erreiche ich eine von Platanen gesäumte Promenade (rechts) am Main (links). Milde Frühjahrsluft. Herrlich.

Und bald ist die Zwischenstation erreicht und dort treffe ich erneut auf die alte Dame, die vorhin von Mike beschenkt wurde. In der Hand hält sie ein gelbes Reclamheftchen, gibt sich einen sichtlichen Ruck und reicht es mir. Oh, das ist wirklich nett! Doch möchte ich das nicht annehmen. „Schauen Sie!“ fordere ich sie auf und entfalte den Ortsplan ganz. Dazu ziehe ich ihn aus der Schutzhülle, die an den Rändern von Ablagerungen stark verschmutzt ist, von Straßenstaub und Pflanzenteilchen. „Ich habe das schon! Und der Zustand… das ist okay so. Ich werde noch viel unterwegs sein und so wäre dieses Set recht bald wieder in einem ähnlich verschmutzten Zustand.“

Ich freue mich so sehr. Einerseits kann die alte Dame ihr Büchlein nun behalten und auf der anderen Seite hat sie mir mit dieser Geste eine sehr große Freude bereitet, die spürbar in mir nachwirkt.

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