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Schwarzer Mantel und errötender Mann

Traum:
In der Eile zog ich mir Moinas Jeansrock (Gr. 110) und ihre Jeansbluse über. Natürlich ist das viel zu klein. Der Rockbund kneift ein wenig in der Hüfte. Aber fast noch unangenehmer ist der Umstand, dass der Rock – der eh kaum meinen nackten Po bedeckt – immer wieder hochrutscht. So bin ich ständig damit beschäftigt, den Rock wieder nach unten zu zerren und daran zu zupfen. Schließlich möchte ich mir keine Blöße geben. Leider liegt die Möglichkeit des Umkleidens viel zu fern, um erreichbar zu sein.

Irgendwann kehrt Ruhe ein. Ich sitze in einem Bus, der eine Strecke über weites Land fährt. Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Mit einem angenehmen Gefühl bemerke ich, dass ich mir inzwischen einen schwarzen Stoffmantel überziehen konnte. Dieser ist locker mit einem Stoffgürtel geschlossen und endet einen Handbreit über den Knien. Okay, im Winter mit nackten Beinen und barfuss unterwegs zu sein, ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber so kann ich gut durchs Leben gehen, finde ich.

Ich hatte die ganze Zeit gedankenverloren aus dem Fenster geschaut. So bemerke ich die vier Männer, auf den Plätzen vor mir, erst jetzt, als einer von ihnen mich anspricht: „Er ist Baujahr 1981!“ Mit diesen Worten zeigt er auf seinen Kumpel, der zwar ganz nett ausschaut, aber nicht mein Typ ist. Nebenbei gesagt: ich kann mich nicht an sein Aussehen erinnern.

Hm, soll ich wirklich mit „Baujahr“ antworten? Ist das nicht etwas albern? Doch ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein und so sage ich: „Ich bin Baujahr 1961. Er ist mir zu jung!“ Mit so einem jungen Mann kann ich nichts anfangen. Ich will mich aber noch einmal vergewissern, ob ich das richtig sehe, beuge mich nach rechts in Richtung Gang, um an dem breiten Rücken des Vordermannes vorbei zu schauen. Ich erblicke einen jungen Mann, der das bisherige Geschehen schweigend mitverfolgte. Als sich unsere Blicke nun treffen, zwinkert er mir verständnisvoll zu. Ich schenke ihm ein breites Lächeln, woraufhin er stark errötet und den Blick gen Boden abwendet. Wie entzückend!

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