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Die Verschlossene mit dem postgelben Sammelkasten

Traum:
Vor dem Aufwachen der Stadt. Ich laufe durch eine Nebenstraße. Eine Frau kommt mir entgegen. Sie hat ein ausdrücklich „verschlossenes“ Gesicht. Sie trägt einen postgelben Metallkasten mit Einwurfschlitz vor sich her. Ihre Körperhaltung verrät, dass sie etwas sammelt. Ich bin nicht sicher, was ich geben soll. Etwas Bestimmtes, oder Geld? Im nächsten Augenblick werden wir uns begegnen und ich muss dann bereit sein, etwas zu geben, oder es ganz sein zu lassen. So greife ich in meine linke Hosentasche und hole das Kleingeld hervor: 15 Cent. Diese werfe ich in ihren Sammelkasten und schon liegt diese Begegnung hinter mir. Doch während ich weitergehe, spüre ich ihren entnervten Gesichtsausdruck, den sie mit Blicken an meinen Rücken heftet, nachdem sie einen Blick in den Kasten warf und meine Spende entdeckte. Sie unterdrückt ein Aufstöhnen. Nur weiß ich nicht, woher ihre Unzufriedenheit rührt. Gab ich einen zu geringen Betrag, oder war es völlig verkehrt und sie erwartete anderes?

Mai

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