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Entgleisung nahe den Künstlerhäusern

Traum:
In den Hammewiesen. Bald erreiche ich die Pferdeweiden. In etwa hundert Meter Entfernung verläuft der Schienenstrang einer kleinen Regionalbahn – von links nach rechts in meinem Blickfeld. Von links kommend, setzt ein Passagierflugzeug zur Landung an. Es hat einen weiß-roten Rumpf. Ich überlege, welche Fluggesellschaft das sein könnte, folge dem Flugzeug mit dem Blick und erkenne erst jetzt: es der Waggon eines offenbar entgleisten Zuges. Irgendwer hat die Schienen verstellt und sie in die Wiesen münden lassen. Der Zug fuhr ungebremst weiter, was diesen Waggon durch die Luft katapultierte! Tiefste Betroffenheit steigt auf. Solch ein Unglück, solch eine schreckliche Entgleisung! Bereits vor einer Viertelstunde war an der Stelle – die ich von hier aus nicht ins Auge fassen kann – ein Zug entgleist. Ich hatte ganz fest angenommen, dass sich die Verantwortlichen sofort darum kümmern würden, die Schienen wieder zu richten. Nun muss ich aber erkennen, dass gar nichts getan wurde. Es ängstigt, zu wissen, dass sich dieses Unglück jederzeit wiederholen kann. Mein jetziger Standpunkt auf der weiten Wiese könnte mich sogar zur Zielscheibe werden lassen. Ich eile ins Haus – meine Wohnung befindet sich in den Worpsweder Künstlerhäusern. Ich schaue aus dem Fenster. Dorthin, wo der Waggon auf die Wiese geschmettert wurde. Es klingelt an der Haustür. Als ich meinem Ex öffnen will, werfe ich fast die hohe Laterne mit Teelichtern um, die rechts von mir steht, vor den großen Fenstern mit Blick über die Hammewiesen. Im letzten Augenblick kann ich sie auffangen. Mein Ex ist gut gelaunt und wir begrüßen uns unbeschwert.

April

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