Home » Traumtagebuch » Idiotentest

Idiotentest

Traum:
Feiertag, die Straßen liegen in nächtlichem Dunkel. Von fern der gelbe Schein einiger Straßenlaternen, der sich auf jenen Schienensträngen widerspiegelt, die sich mit den Straßen kreuzen. Ich überquere die Kreuzung; Ziel ist die Bushaltestelle gegenüber.

Ein Mann begegnet mir; er ist an die zwei Meter groß, auffällig schlank. Seine offene Jacke gibt den Blick auf einen Jaquardpulli frei. Diesen Mann kannte ich vor vielen Jahren. Wir haben uns in der Zwischenzeit aus den Augen verloren. Nun ist er also wieder präsent. Hm. Er streicht sich über seinen Bauch, und sagt, er habe heute wohl zu viel gegessen. Tatsächlich kündet eine kleine Bauchwölbung davon. Ich knuffe ihn einmal hinein und sage, das könne er gut gebrauchen. Ich hake mich bei ihm unter und wir gehen beschwingt weiter. Seine Gegenwart tut mir gut, ich bin guter Dinge.

Gemeinsam betreten wir den Vorraum einer Behörde – Wartebereich. Eine Reihe von Besuchern schlängelt sich zum Auskunftsplatz. Halbdunkel. Der Mann ist vor mir dran. Mir wird bald klar, dass hier alle auf einen Führerscheintest warten; sicherlich ist ein Idiotentest fällig! Mannomann, darauf bin ich überhaupt nicht vorbereitet! Hoffentlich kriege ich all die Antworten noch zusammen! Sorgenvolle Gedanken beginnen in meinem Kopf zu kreisen. Doch da spricht mich eine weibliche Stimme an und sagt, ich solle mir keine Sorgen machen, denn mein Horoskop läge bereits zur Ansicht aus, so dass ein Idiotentest von meiner Seite nicht mehr notwendig sei. Echt, dafür wird auch ein Horoskop zu Rate gezogen? Erstaunlich… Na, aber damit bin ich nun wenigstens eine Last los und ich warte ganz entspannt, dass es weitergeht.

Nach kurzer Wartezeit ertönt eine auffordernde Stimme aus einem angrenzenden Raum: „MASTERS!“

Mein Begleiter – mir ist inzwischen klar, dass er ebenfalls Masters heißt – steht auf und begibt sich in das Sprechzimmer. Hm… Masters… Heiße ich nicht auch Masters?! Da könnte ich doch ebenso gut gemeint sein! Zumindest könnte ich vorgeben, es so verstanden zu haben, dass ich ins Sprechzimmer kommen soll. Warum noch lange warten? So gehe ich direkt hinterher. Als ich in das Sprechzimmer eintrete, blickt sich der Mann überrascht, aber auch mit einem verschmitzten Lächeln zu mir um. Ich gehe zu ihm, nehme die Verbindung erneut auf – war sie überhaupt aufgelöst? – hake mich wieder bei ihm unter, weil es vorhin so schön war. Damit treffe ich nicht ganz auf seine Zustimmung; sein Gesichtsausdruck könnte bedeuten: Was machst du denn da?

Die Szene changiert… Die Warteschlange steht in einem haltenden Bus. Ich schiebe aktiv und bemerke bald, dass es keinen Mittelgang gibt, da dieser Bereich zumindest durch Kopfstützen versperrt wird. Der Busfahrer wirft einen Blick in den Rückspiegel, in meine Richtung und stellt mir eine autoritäre Frage, die mich amüsiert und auf die ich eine spontane Antwort weiß, die mir ein Gefühl von Stärke verleiht. [...]

Tags: