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Stimmritzen-Ersatzteil aus Titan

Traum:
Wohl überlegt ist meine Entscheidung zur Fahrt in den Stollen. Anfangs überlegte ich, mich zu Fuß auf den Weg zu machen, um Schritt für Schritt allein entscheiden zu können, wo es langgeht. Allerdings habe ich keinen Plan von diesem Stollen.

Als ich nun, in einer kleinen Lore sitzend, auf Schienen hinein und gleich darauf abwärts fahre, bin ich über meine Entscheidung froh, denn das Stolleninnere zeigt sich verschachtelt und voller Nischen. Es ist schön, alles mild ausgeleuchtet und von sandigem Staub bedeckt. Es gibt Senken, die überwunden werden müssten. Darin liegen alte Bauteile – Stolperfallen; es wäre zu Fuß ziemlich anstrengend geworden. So kann ich mich der Führung überlassen. Die Lore trägt an alle entscheidenden Punkte vorbei, so dass ich alles Wichtige sehen werde. Etwas mulmig ist mir. Hat man sich einmal auf diese Reise eingelassen, so muss man die Fahrt bis zum Ende durchziehen. Ein Aussteigen, weil es einem unterwegs unerträglich wird, ist nicht möglich. Da muss ich jetzt durch. Es ist sehr kühl! Ich trage nur ein sommerliches Shirt… doch sollte es möglich sein, mir eine Strickjacke während der Fahrt überzuziehen. Das hoffe ich, denn in der Lore sitzt es sich nicht sehr sicher. Das Fahrzeug hält vor der nächsten Linkskurve. Ein Bergarbeiter und ein Vorarbeiter – beide in hellen Kleidungen – sind im Fachgespräch vertieft. Wie aus einer niedrigen Perspektive blicke ich zu ihnen hoch. Vor allem der Bergarbeiter fällt auf, der – ich vermute, eine Erkrankung war die Ursache – ein Titanteil mit Schlitzen (erinnert an ein Visier) in seinen Hals verpflanzt bekam. Stimmritzen, damit er sprechen kann. Ursprünglich war da wohl mal eine Blockade.

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