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Lästern

Traum:
Feier, eine alte Bekannte, Verwandte, die mich völlig unerwartet beschuldigt, über sie gelästert zu haben. Dies ist nicht wahr. Aus zweierlei Gründen bin ich mir da auch sicher:
Erstens hatte ich nie etwas an ihr auszusetzen und zweitens fand ich sie nie interessant genug, um über ihre Eigenarten nachzudenken. Ich bin vor Überraschung empört, betroffen, haben einen Kloß im Hals, spüre trockene Traurigkeit, die den Wortfluss hemmt. Ich sage: „Lies Dir meine Glückwunschkarte doch noch einmal durch! Wenn Du wirklich aufmerksam liest, dann wirst Du darin nichts finden, was Dich irgendwie negativ bewertet. Doch sie bleibt aufgebracht. Ich fühle mich ihrer Sichtweise hilflos ausgeliefert. Ich könnte jetzt viel erzählen, sie würde mir doch nicht glauben. Jeglicher gesunder Widerstand, der sich in mir regt, zerbricht bereits im Ansatz am Gefühl der Ohnmacht. Mit aller Kraft bringe ich nur ein zartes Stimmchen zustande: „Dann werde ich jetzt gehen.“ Ich bin entschlossen, ohne dies zum Ausdruck bringen zu können. Mir wird keiner glauben, dass ich es ernst meine, so wird auch niemand versuchen, mich aufzuhalten. Es wird aus diesem Grund auch zu keinem nachdenklichen Impuls bei der Bekannten kommen, durch den sie sich mir öffnen könnte. Es ist schade, da sind mal so viele meiner Bekannten und Verwandten von damaligen bis heutigen Zeiten versammelt und ich sehe mich gezwungen, diesen Ort zu verlassen, obwohl doch alles gerade erst angefangen hat.

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