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Sigmund Freud und das Traum-Ich

Traum:
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Ein älterer Mann mit dunkler Brille und weißem Bart – seinem Aussehen nach handelt es sich um Sigmund Freud – und eine Geistheilerin lesen in meinem Manuskript. Es sind viele Seiten mit langen Absätzen; ich erläutere darin sehr ausführlich verschiedene Aspekte aus dem Bereich der Träume. Die zuoberst liegende Arbeit handelt vom Thema „Das Traum-Ich und seine Bedeutung für unser Traum- und Wachleben“. Der ältere Mann liest mit großem Interesse. Die Geistheilerin richtet ihre Aufmerksamkeit mehr auf mich als Person.

Nun ja… die ganze Situation bringt mich vor allem mit meinen Bedenken und Zweifeln bezüglich meiner Ausarbeitungen in Kontakt. Okay, meine Arbeit ist ausführlich und ich habe mir ausreichend Zeit dafür genommen. Dennoch denke ich, dass noch mehr drin sein könnte – an Wissen, an besseren Formulierungen… und überhaupt. Vielleicht war es einfach zu früh dafür. Fast fühle ich mich ein wenig schuldig, da ich das hätte wissen müssen. Zwar wäre es mir nicht bewusst, aber der klare Verstand müsste mir doch sagen, dass die zurückliegende Krankheit und die darauf folgenden Therapien meinen Zustand geschwächt haben. Ja, womöglich könnte man mir Fahrlässigkeit unterstellen – sollte mir nicht noch viel mehr bewusst sein, was ich mit meinen Worten wirklich weiterreiche??

Somnios

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