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Im Trüben fischen

Traum:
Im Verlauf einer ersten Begegnung mit alten Klassenkameraden, hatte ich – wohl mit Hilfe von Träumen – erste Persönlichkeitsprofile von ihnen erstellt. Es gab erfreute und verblüffte Rückmeldungen, die mich anspornen, damit weiterzumachen.

Draußen, auf dem Weg in freie Natur. Einige Meter weiter vorn, etwas rechts und jenseits des Weges, gehen zwei Männer, in einem angeregten Gespräch versunken. Einen der beiden kenne ich von früher. In ihrer Begleiteung ein kleinerer Hund mit schwarzgelocktem Fell. Er läuft vor mir her, bleibt bald an einer grasbewachsenen Aufschüttung am Wegesrand stehen und stupst verspielt mit den Pfoten auf die Erde. Dies macht er einige Male und rasch erwächst etwas aus dem Erdhäufchen: ein kleiner Hund mit fast weißem glatten Fell. Sogleich tollen die beiden Hunde los. Bald sind sie weit voraus. Der Weg führt in die Hammeniederungen.

Ich bin noch gar nicht so weit gegangen, da steht mir das Wasser bis zu den Knien. Ein schmaler Wasserlauf zieht sich schlängelnd über die Wiese. Das Wasser ist grün, wie von pflanzlichen Stoffen durchsetzt. Ich halte inne… und fische unbewusst und ohne Erkenntnis mit beiden Händen im Wasser herum. Irgendwann spüre ich etwas… greife es und versuche es aus dem Wasser zu ziehen, ohne dass ich den Blick geschärft hätte. Erst als ich Widerstand spüre, sehe und fühle ich ganz klar: Das Wasser ist eisig. Ein paar Gänse treiben in Ruhestellung darin herum. Ruhestellung heißt, ihre Körper und ihre Köpfe sind unter Wasser, denn es ist Winterschlaf. Nur der gebogene Hals verläuft oberhalb der Wasseroberfläche. So sollte es zumindest sein! Doch mein zielloses Herumgefische hat die Gänse aus der Ruhe gebracht und ihre Köpfe tauchen auf, der Hals verschwindet im schwappenden Wasser. Oje, das ist gar nicht gut, denn es ist für den Winterschlaf total wichtig, dass alles unter Wasser ist, jedoch die Halsbögen über Wasser, da mit diesen die Körperfunktionen reguliert werden, die sich den klimatischen Bedingungen anpassen. Da könnte etwas durcheinander kommen. Zum Glück rechtzeitig bemerkt, kehrt ganz schnell wieder Ruhe ein.

Erst jetzt hebe ich den Blick und verschaffe mir einen Überblick. Ach du liebe Zeit! Es ist nicht nur ein Fluss, sondern auch die Wiesen stehen unter Wasser. Mit einem Male weiß ich, dass sich die Überschwemmung weit bis über die Hammebrücke hinaus erstreckt. Der Weg ist sicher nicht begehbar. Es ist eindeutig: mir bleibt nur die Umkehr.

So geschehen. Bald gelange ich durch die Hintertür in eine Kfz-Werkstatt. Drinnen treffe ich die Betriebsleiterin an; eine ehemalige Klassenkameradin. Ein Kumpel von mir ist auch hier. Er wurde gerade von der Betriebsleiterin in einige Arbeitsabläufe eingeführt, damit er die notwendige Reparatur gleich selbstständig durchführen kann. Das ist ein Vorschlag, den er gerne aufgreift. Zur Vorbereitung verschwindet er in Büro- und Lagerräumen. Ich finde diese Möglichkeit gut – da mache ich mit!

Die Betriebsleiterin führt mich an einen Waschtisch, der direkt vor zwei Gruben steht. Zur Vorbereitung gehört, dass ich mir die Hände wasche. Das breite Waschbecken ist mit Wasser gefüllt. Wie blind greife ich hinein, fühle… das Wasser ist kühl und von bemerkenswert glatter, fließender Eigenart. Ein paar kleine Dinge treiben im Wasser, ohne dass ich etwas begreifen könnte. Rechts neben mir steht die Betriebsleiterin und erklärt mir allerlei, ohne dass ich ihre Worte begreifend erfasste. Dennoch nehme ich ihre Tipps dankbar entgegen und werde die Sache gleich in Angriff nehmen.

Notiz:
Im Traum deutete ich die weißen Wassertiere als Gänse. Jedoch schon beim Aufwachen war mir, als seien es Schwäne gewesen. Im Wachzustand musste ich erkennen, dass ich einfach nicht sehen konnte, ob es Gänse oder Schwäne waren. Das kommt mir schwanisch vor.

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