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Land der Apfelblüten

Traum:
Zwei einander gegenüber liegende Viererplätze in einer alten Eisenbahn. Mir gegenüber sitzt ein altes Mütterlein. Ich habe gerade ein Brettchen zwischen uns aufgeklappt und meinen Teller mit Mockturtlesuppe darauf abgestellt. Ich löffele diese Suppe wie jemand, der lange nichts mehr gegessen hat. Mag sein, dass ich mir zu viel Raum nehme, das Mütterchen bedränge und einenge, doch es hilft ja nichts: ich muss ja mal was essen.

Ein Fußsteig, ähnlich einem Bahnsteig, zwischen grasbewachsenen Naturbetten. Es gibt ein Programm mit Titelauswahl – ich serviere nach Wunsch.

Mike, Moina und ich besteigen im Erdgeschoss einen Fahrstuhl. Noch hält er und wir haben einen atemberaubenden Blick in ein weites Tal voller Apfelbäume, die in voller Blüte stehen. Anfangs gedankenverloren, dauert es einige Augenblicke, bis mir diese Schönheit bewusst wird. Doch als sie mir bewusst ist, da spüre ich sie mit jeder Faser. „Du, Mike…“ flüstere ich ehrfürchtig, „das ist das Apfelblütenland!?“ Das ist so schön – ich möchte Fotos davon machen, um es mir auch später immer wieder vor Augen führen zu können.

Im Fahrstuhl steht ein einfacher Klappstuhl; auf diesem meine Handtasche. Als ich den Fotoapparat nehme, fällt auf, dass mein rotes Portemonnaie gar nicht mehr da zu sein scheint… Oje, das habe ich wohl vor dem Fahrstuhl auf der Fensterbank liegen lassen. Schnell schaue ich, doch da setzt sich der Fahrstuhl in Bewegung. Es geht abwärts. Zum Glück geht es nur bis ins zweite Untergeschoss, so dass nicht viel Zeit vergehen wird, bis wir das Erdgeschoss passieren. Bis dahin wird niemand mein Portemonnaie entwendet haben. Schon geht es wieder aufwärts! Erst jetzt bemerke ich, dass die Fahrstuhlkabine zu zwei Seiten hin offen ist. Da der Fahrstuhl nicht hält, könnte ich – jetzt! – hier im Erdgeschoss hinausspringen, das Portemonnaie greifen und wieder in den Fahrstuhl zurück… Na, das ist leichtsinnig, womöglich ginge es doch zu schnell und ich käme dann nicht mehr mit. Während ich noch überlege, ist der Zeitpunkt vorüber. Erneut fällt mein Blick auf den Stuhl mit meiner Tasche. Na, da ist ja mein Portemonnaie?!? Sicher bin ich allerdings nicht, denn es verschwimmt ein wenig vor Augen. Mehrmals versuche ich, es zu erfassen.. Ja, ich denke, da ist gar nichts verloren. Die Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf den Ausblick, dieses wundervolle Apfelblütenland mit seinen weißbuschigen Zweigen – so duftig und leicht.

Wir kommen ganz oben an – siebtes oder zwanzigstes Stockwerk. Der Ausstieg führt uns direkt in den Bereich der Bergbahn: Dreh- und Angelpunkt. In der Mitte des Raumes ein großer Pfahl, wie ein Lebensbaum, von ganz unten bis weit nach oben reichend. Um diesen Lebensbaum herum eine mehreckige Sitzbank aus Holz. Darauf liegen, rundum verteilt, gelbe Flugblätter. Ich gehe hin, um mir eines zum Lesen zu nehmen. Beiläufig fällt mein Blick nach links, hinaus aus der Berghütte, und zu einem Thermometer an der Wand: -15°C
Uih ha, na ja… damit ist hier oben – Hohenau/Feldberg – zu rechnen.

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