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Der grimmige Fischmann

Der grimmige FischmannTraum:
Das helle Licht eines freundlichen Tages scheint durch das große Fenster ins Schlafzimmer hinein. Während ich meinen Skizzenblock auf das Bett lege, sehe ich draußen einen Mann auf das Fenster zustürmen. Nur mit einer Jeans bekleidet, fällt sein muskulöser Oberkörper ins Auge. Er schaut sehr grimmig, geht zielstrebig und doch suchend vor dem Fenster umher. Seine löwenblonden Haaren sind lang und wallend. Das Kantige seines Kinns kommt durch die vom Zorn verzogene Mundpartie noch mehr zur Geltung. Er bleckt die Zähne wie ein wildes Tier. Ich weiß, er sucht mich, weil er endlich meine Aufmerksamkeit haben möchte. Ich aber habe Angst vor ihm, vor seiner urtümlichen Kraft, und versuche seinem Blick auszuweichen – wie magisches Kinderdenken: wenn ich ihn nicht sehe, so sieht er auch mich nicht. Seitlich, neben den Vorhängen könnte ich mich aufhalten, beobachten, was er macht, ohne gesehen zu werden. Zudem hoffe ich auf den Sichtschutz der nach außen reflektierenden Fensterscheibe. Zur Sicherheit, um ihn zu beruhigen, lege ich schnell den Skizzenblatt derart auf die Bettdecke, dass er beim Blick durch das Fenster erkennen kann, was ich gezeichnet habe: Ihn! Dass ich ein Bild von ihm gezeichnet habe, ist doch schon ein deutliches Zeichen, dass er meine Aufmerksamkeit längst hat. Ein Teil von mir will sich ihm auch zeigen, doch die Furcht ist stärker. Au wei… jetzt hat er mich entdeckt, bestimmt geht es mir gleich ans Leder! Nebenbei… immer wieder zieht seine Jeans den Blick auf sich… ist es wirklich eine Jeans? Der Anblick changiert… ein Mann mit blauschimmerndem Fischleib? Oder doch eine Jeans?

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