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Plan B: Mampfen mit Milliardär

Traum:
Seit einigen Tagen habe ich einen neuen Arbeitsplatz. Eine Tätigkeit die mir liegt, Freude und Zufriedenheit bereitet. Ich habe mich gut eingearbeitet, bin entspannt dabei und die Arbeit geht mir leicht von der Hand. Vor einer Viertelstunde ein Erstgespräch mit einem Ehepaar. Beiläufig erfuhr ich dabei, dass sowohl der Mann als auch die Frau schwul sind.

Das Telefon klingelt. Ich hebe ab… Ah, der Bereichsleiter ist dran und fragt, ob ich damit einverstanden bin, wenn jetzt eine kleine Schulung stattfindet. „Ja, es passt gerade sehr gut!“ Während seiner einleitenden Erklärungen kriege ich mit, dass die Initiatorin dieses Projekts, an dem ja auch ich beteiligt bin, ebenfalls in der Leitung ist.

So, mein Schreibzeug liegt bereit. Der Bereichsleiter fragt in diesem Moment:. „Das Paar ist übrigens verheiratet. Wussten Sie das?“
„Ja, das weiß ich“ antworte ich und bin ziemlich erstaunt… ist es denn nicht selbstverständlich, dass man derlei Faktoren bereits beim Erstkontakt wahrnimmt? Sind die Ansprüche etwa so niedrig, dass dies nicht erwartet wird? Irgendwie ist das enttäuschend…

„Ah ja… okay“ antwortet der Bereichsleiter und es hört sich ein wenig an, als sei er etwas enttäuscht, mich damit nicht mehr überraschen zu können. Dann setzt er die Schulung fort. Ich mache mir eifrig Notizen mit Bleistift auf einem halben Blatt Papier, das ich aus meinem Collegeblock gerissen habe. Da ich den letzten Satz noch zu Ende schreibe, ehe ich antworte, entsteht eine kleine Pause und der Bereichsleiter fragt: „Hören Sie mich?!“

Ich: „Ja, ich höre. Ich habe mir gerade alles notiert, denn dann habe ich es auch gleich im Kopf gespeichert. Ich mag es, viel zu wissen. Außerdem verleiht es mir ein Gefühl der Sicherheit und auch der Kompetenz, wenn ich alle Antworten im Kopf habe.“

Ich fühle mich sehr belebt und bin neugierig auf das, was noch kommt. Doch in der Leitung bleibt es still. Na, vielleicht verschafft der Bereichsleiter sich gerade einen Überblick. Hmm… Stille. Mir kommt plötzlich der Gedanke, dass meine Vorgehensweise unerwünscht sein könnte und deshalb Sendepause ist. Hm… Es ist schade um diese nutzlos verstreichende Zeit. „Hallo!?“ rufe ich in den Hörer und erinnere mich vage, dass es bei der letzten Telefonkonferenz auch zu Ausfällen kam.

„Ja hallo, hören Sie denn nicht?!?“ fragt der Bereichsleiter ungeduldig. Hm, das macht den Eindruck, als habe er die ganze Zeit erzählt und erklärt, ohne dass auch nur ein Hauch bei mir angekommen wäre. Sonderbar…

„Ja, ich höre!“ Der Bereichsleiter setzt noch einmal von vorne an. Seinen Worten lauschend, entfalte ich Plan B. Der Plan hat gute Posterqualität, Format Din A2, Aufbau ähnlich einem Mindmap. Es gibt Textfelder, Felder mit Fotos oder Abbildungen – alle haben die gleiche Größe und abgerundete Ecken. Im Mittelpunkt des Plans ist meine Tätigkeit dargestellt: grüne Strichzeichnung auf hellem Grund, die meine Arbeit auf den Punkt bringt. Von diesem Mittelpunkt gehen einige Verbindungen aus. Beispielsweise ganz nach rechts, wo das Foto eines mir bekannten Musikers zu sehen ist. Etwas weiter oben, zwischen Mitte und rechts außen, die Abbildung eines mir unbekannten Milliardärs. Auch dorthin gibt es eine Verbindung.

Der Bereichsleiter erklärt: „Okay, es mag etwas ungewöhnlich erscheinen und erfordert etwas Einsatz von Ihnen. Aber gehn ‘ Se doch mal mit dem Milliardär mampfen! Laden Sie ihn ein! Etwas Einsatz Ihrerseits und schon bald könnte der Platz des Musikers der Ihre sein!“

Hmm… das ist natürlich ziemlich verlockend. Steht das Bild des Musikers doch dafür, dass jemand genau damit sein Geld verdient, womit er die meiste Freude hat. Der Musiker steht für Erfolg und Zufriedenheit.

Die Abbildung des Milliardärs scheint mir von der ausstrahlenden Energie her wie ein großes Loch, das schwer zu füllen sein könnte. Das Essen für ihn dürfte acht Euro kosten! Acht Euro! So viel gebe ich sonst nie für ein Essen aus.

Der Bereichsleiter erzählt vom Milliardär, der ein ganz ruhiger, ernster und bescheidener Mann ist, der all sein Geld dafür ausgibt, Talente zu fördern. Er sucht nicht danach, aber wenn jemand aktiv ist, auf ihn zugeht – und nichts Schwerwiegendes dagegen spricht – dann kann man ziemlich zuverlässig davon ausgehen, dass man seinerseits eine nachhaltige Förderung erfährt, die direkt zum Erfolg verhilft.

Das macht mich echt nachdenklich… es wäre eine Möglichkeit.

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3 Antworten zu Plan B: Mampfen mit Milliardär

  1. ‘Ich fühle mich sehr belebt und bin neugierig auf das, was noch kommt.’ – Sie sind einfach die TRAUM-Teilnehmerin für jeden Schulungsleiter :-))

  2. REPLY:
    Man kann mich übrigens als Teilnehmer-Dummy buchen – als Motivationshilfe für Schulungsleiter. Setzen Sie sich doch jetzt gleich mit mir in Verbindung! :-))

    Aber, mal was ganz anderes, lieber Herr B&M, haben Sie vielleicht gesehen, wohin der Milliardär gegangen ist? Ich wollte doch noch ‘n Date…

  3. REPLY:
    :-))