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Untergang im Steinbruchsee

Traum:
Kurz vor der Morgendämmerng. Ausgedehntes Waldgebiet. Mit dem Auto auf einem Waldweg unterwegs. Mike am Steuer. Vielleicht fährt er zu schnell, vielleicht wäre es aber eh nicht zu verhindern gewesen… Völlig unerwartet reißt der Weg vor uns ab. Es geht steil in die Tiefe. Ein ausgedehnter Steinbruch, tief unten ein See. Anfangs hoffe ich noch, das Auto durch innere Kraft nach rechts bewegen zu können; dorthin, wo ein Stück Waldboden vorspringt, das uns auffangen könnte. Weit gefehlt, wir stürzen in die Tiefe. Das ist unser Untergang.

Völlig problemlos befreien wir uns aus dem Auto und treiben dann im Wasser. Es wird langsam hell. Tja, nun ist es also tatsächlich passiert… Dem Erdenleben entrissen, müssen wir unser neues Leben nun im Wasser fristen. So ein Scheiß! Das hatte ich mir aber anders vorgestellt. Klar, es hätte schlimmer kommen können. Aber jetzt immer im/unter Wasser zu sein… Es ist auch recht kühl und zu dieser frühen Stunde nicht sehr gemütlich. Wir werden hier erst Wege finden müssen.

Wo ist eigentlich Moina? Nach rechts hin ist ein viele Meter hoher Torbogen aus Felsen. Wenn man dort hindurch schwimmt, gelangt man in eine weite Bucht… von dort dehnt sich das Urmeer aus… Allein bei der Vorstellung verspüre ich Weite in meiner Brust, einen gewissen Durst… Weiter nach links, um einen Felsenvorsprung herum, hinter mir, bemerke ich Mike. Moina befindet sich irgendwo zwischen uns – es scheint alles in Ordnung zu sein.

Erst jetzt werfe ich einen Blick auf das Gewässer unterhalb der Wasseroberfläche. Es ist von vielen Schleiern und Schlieren durchzogen, die rostbraun getönt sind. Das sind ziemlich sicher eisenhaltige Schwebstoffe. Ob es besser ist, den Kontakt mit diesen zu vermeiden? Gar nicht so einfach, denn diese Schleier und Schlieren treiben überall in diesem See. Es lässt sich also nicht vermeiden. Doch es ist nur ein kurzes Stück hinaus bis zur Bucht. Dort wird das Wasser sicher klarer sein.

Etwas Körperloses kommt und fragt, was wir hier machen und ich erkläre: „Wir hatten keine Chance mehr, uns an Land zu retten. Unfall!“

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